Ein Leben ist nie genug
Samstag, 4. juli 2009
Hast du noch Sex, oder golfst du schon?

Vor einiger Zeit wurden wir im Rahmen des Stepaerobic gefragt, ob wir Lust an einem Schnupperkurs Golf hätte. Als Abschluss des Sportjahres war das eine klasse Idee und so fuhren heute 19 unerschrockene Demminerinnen, Loitzerinnen, Malchinerinnen und Greifswalderinnen nach Greifswald, um im dortigen Golfplatz link einmal den Schläger zu schwingen.
Das Wetter war gut, vielleicht ein wenig zu heiß, aber eine Brise sorgte für ein wenig Abkühlung... Auf dem Golfplatz angekommen, gab es erst ein Gläschen Sekt (welches gleich zu Kopf stieg!). Nach einer kurzen Erzählung der Geschichte des Golfs wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt.. Gruppe 1, zu der auch ich gehörte, durfte als erstes die Einweisung ins Golfspiel erhalten.. Wir sprachen also den Ball an link, übten uns am Tee link und am putten link.. Ich war schlecht! Aber, da ich das vorher wusste, hatte ich viel Spaß dabei. Nach einer guten Stunde wechselten die Gruppen.. und Gruppe 1, nun gut verschwitzt, stürzte sich auf Kaffee und Kuchen.
Wir schwatzten und schwitzten...... und schauten den anderen zu..
Um kurz nach 16 Uhr kam es zum letzten Stechen in unserem kleinen "Wettbewerb" bei dem wir alle schon ausgeschiedenen gespannt mitfieberten.. Danach gab es eine kleine "Siegerehrung" und einen schönen Spaziergang über den Platz.
Anschließend wurde geschlemmt... (Gab ja nicht kurz vorher Kuchen  !) und gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.. Ein Abendwalk mit meinem Mann.. und der Tag war zu Ende.. ein schöner Tag!
Bilder findet ihr hier... link

Und was sagt nun ein kluger (aber eben eher unsportlicher Mensch... ??)

„Golf ist ein Spiel, bei dem man versucht, einen zu großen Ball in ein zu kleines Loch zu bringen, und das mit einer Ausrüstung, die für ein solches Vorhaben völlig ungeeignet ist.”
Winston Spencer Churchill (1874-1965)
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Freitag, 3. juli 2009
Wer denkt, dass Klassik oder Klavier spielen immer eine staubtrockene "todernsthafte" Angelegenheit sein muss.. der sehe sich das folgende Video an.


Ich bin heute schon sehr, sehr früh raus... Ramona hatte mich zu einem Morgenlauf eingeladen.. und meinte wir liefen um halb 6 Uhr los.. jedenfalls hatte ich das so verstanden.. da ich immer denke, dass ich verschlafe, wälzte ich mich also schon ab 4 Uhr im Bett rum... um kurz nach halb 5 Uhr bin ich dann raus.. Laufsachen an.. und .. UNKRAUT JÄTEN!
Fast eine Stunde lang.. dann bin ich Ramona entgegen gegangen.. wir joggten ein etwas "längeres" Stück.. noch mal ins UNKRAUT.. dann duschen, einkaufen, Gardinen aufhängen, fegen, Müll raus... und und und.. nun ist es kurz vor 9 Uhr.. und langsam werde ich müde..
TJA.. der frühe Vogel fängt den Wurm!
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Donnerstag, 2. juli 2009
Die vergangene Woche war von Höhen und Tiefen geprägt... Zum Glück hat sich die Angst Brustkrebs zu haben nicht bewahrheitet! Ich muss nächste Woche noch in die Röhre, aber die Doktoren haben bei den Mammografien und dem anschließenden Ultraschall keinen Anhaltspunkt für Krebs gefunden! Gott sei dank!

Enrico hat seine Prüfungen geschrieben und nun müssen wir hoffen und warten was die Ergebnisse sagen.

Die Planungen für den Friedhof Wilhelmshorst wachsen und werden sehr schön.
Übernächste Woche präsentieren wir unsere Pläne in Potsdam.

Das Heu ist fast komplett eingefahren, das Wetter hat zum Glück uns nur wenig gestört.

Die Renovierung ist auch fast fertig. Nur noch drei Gardinenstangen müssen ran.... Aber auch das wird werden. Wir mussten uns eine neue Lampe zulegen.. sieht aber schön aus!

Mein Sohn meinte heute, dass mein "Orgelbeet" der Garten des Jahres wäre... wenigstens ist es der Dschungel von Drönnewitz..



Ich bin trotz Wärme auch diese Woche wenigstens 2 mal am Tag gelaufen oder gewalkt.... Ich genieße das sehr... auch wenn ich mich manchmal etwas motivieren muss.. aber wenn ich dann erstmal unterwegs bin stresst mich auch 35 Grad in der Sonnenicht so sehr....

Mein Mann kommt gerade zur Tür rein... Heute schaue ich Email für dich.... Ich liebe solche Schmachtfetzen...
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Donnerstag, 2. juli 2009
Einfach mal ohne viele Worte!
von Stephanie - veröffentlicht in: Laufen
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Freitag, 26. juni 2009
Die letzte Woche war schwer. Mental geht es mir nihct gut und auch körperlich habe ich Schmerzen und fühle mich leer und ausgebrannt. Ich stecke in einer tiefen Depression und alles k.. mich an. Einziger Lichtblick ist das Ende von Enricos Schulzeit. Gerade schreibt er Mathe-Abschlussprüfung und die Bauchschmerzen, die ich seit Tagen habe, sind stärker als je zuvor.
Gestern abend haben Frank und Enno nochmal ein paar Aufgaben besprochen und ich denke, dass Enno zum ersten Mal seit Jahren es verflucht haben wird, nicht früher angefangen haben zu lernen... Nein, ein Meisterstück wird das nicht werden, aber wir hoffen und beten, dass es mit einem blauen Auge beendet wird.. Eine Kerze brennt auf meinem Schreibtisch... ich wünsche es ihm (und mir!) so sehr.

Ansonsten ist meine Stimmung so grau wie das Wetter draußen. Es ist alles getan.. und Nichts erreicht. Am liebsten würde ich nur im Bett liegen und mich in einem tiefen Weltschmerz verkriechen.

Für das Folgestudium hat sich keine Perspektive ergeben, so dass ich also nur ein popeliger Bachelor ohne Hoffnung bin!

Meine Ausarbeitung der Arbeit kam auch nicht gut an und auch hier frage ich mich, warum ich so einen Aufwand betreibe, wenn es eh sinnlos ist!

Sonst??? Nichts!
von Stephanie - veröffentlicht in: Befindlichkeiten
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Sonntag, 21. juni 2009
Der Samstag fing so an, wie der Freitag aufhörte.. Viel zu viel ging schief und ich war völlig entnervt und fertig. Hinzu kam, dass wir zwei große Feiern hatten, die wir auf die eine oder andere Art und Weise elegant in Einklang bringen mussten.

Zum Kaffee und zum frühen Abendessen traf sich die Familie bei meinem Schwiegervater zum 70. Geburtstag! Unser kleines Geschenk kam gut an, und hängt noch immer in der Küche.

Um kurz nach halb 8 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Leistenow. Unser Kantor hatte zu seinem 40. Geburtstag eingeladen.
Eine Mitsängerin aus der Kantorei hatte ihr wunderschönes Anwesen (Gutshaus mit angrenzendem Lennè-Park) zur Verfügung gestellt, jeder brachte etwas mit und so bogen sich die Tische unter der Last des erlesenen und reichhaltigen Buffets. Ich hatte Mousse au Chocolat gemacht, die nach 15 Minuten aufgegessen war...
Es war ein wunderbares Fest! Ein kleines Viermann-Orchester spielte, der Klenzer Männerchor sang
und es wurde viel gelacht, getanzt und geredet.

Um 24 Uhr sangen wir Thomas ein Ständchen, er musste sein Geschenk auspacken und wir tranken auf sein Wohl!
Bilder findet man hier link!
Bald darauf übergaben wir unsere "Geburtstagskarte"... die ich in der letzten Woche noch angefertigt hatte. (Ich hoffe nun, dass sie ihm gefallen hat!)
So sieht sie aus.. und ist 100 cm x 50 cm groß!

von Stephanie - veröffentlicht in: Familie
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Freitag, 19. juni 2009
Vor zwei Tagen sah es noch so bei uns aus.
Gunnar ist aber fleißig und so läuft alles wie am Schnürchen. Leider sprengen die Materialkosten unseren finanziellen Rahmen, so macht mir die ganze Geschichte doch ziemliche Bauchschmerzen.
Heute sah das gleiche Zimmer schon etwas anders aus....

Ich bin froh, wenn nächste Woche alles wieder an seinem Platz steht.
Vor dem einräumen habe ich den totalen Bammel.. die ganze Schrauberei und der Dreck, den man wieder in den Händen hält. Nein, renovieren ist echt unangenehm.

Gestern habe ich meine Abschlussarbeit präsentiert und am Dienstag gebe ich die schriftliche Ausarbeitung ab.
Ich bin nicht sehr zufrieden wie es gelaufen ist.. Nein, es ist alles sehr anstrengend. Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Alle Studienoptionen zerplatzen wie eine Seifenblase nach der anderen! Warum ich überhaupt 3 Jahre lang studiert habe, erschließt sich mir nicht mehr so ganz! Im Endeffekt, kann ich NICHTS, bin ich NICHTS und es bringt mir NICHTS! Es ist zum davonlaufen..

Aber wenigstens ist das Wohnzimmer renoviert.
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Mittwoch, 17. juni 2009
ziemlich spontan, wie ich nun einmal bin, haben wir in der letzten Woche entschlossen nun endlich das Haus zu renovieren.. Naja, jedenfalls den Ess-, Küchen- und Wohnbereich, was ja bei uns so an die 80  qm einnimmt.. Lange Rede, kurzer Sinn, eigentlich haben wir NULL Zeit! Am Sonntag erzählte mir nun Thomas von seinem SUPERMALER, der so schnell wie der Blitz und so billig wie Me.. Markt.., also gut, anrufen Termin vereinbaren.. Er kommt am Dienstag früh, und meint:" Ja.. am Donnerstag fängt er an!"
Das Hurra-Gefühl und ein leicht irritiertes Lächeln wechseln sich bei mir ab, da wir so schnell.. ist schon gut, alles wird werden..
Am frühen Abend nach PR.Markt, erst einmal ein etwas größeres Bauchgrummeln, als uns die finanzielle Tragweite unserer Aktion bewusst wird.. aber auch da.. Augen zu und durch.
Heute Morgen vor dem aufstehen zu meinem Schwiegervater gratulieren, meine Joggingrunde mit dem Hund, auf den Friedhof, 5 Stunden Unkraut jäten, dann nach Hause, ich fange an Bücher zu schleppen.. Hunderte Bücher haben sich inzwischen angesammelt und nach einer Stunde war ich immer noch nicht fertig.
Mein Schwiegervater wird heute 70.. kurz rüber einen Kuchen essen (in seiner Abwesenheit, er liegt schon seit längerem an der Dialyse, aber unerwarteter Besuch aus Berlin (Onkel Franz - altgedienter katholischer PFarrer) und Onkel Heinz  aus dem Harz (ich liebe ihn!) sind überraschend aufgetaucht. Bei Kuchen und Kaffee schwärmen wir von unserem Konzert und diese Emotionen, die uns immer noch so hinreißen. Nach einer knappen halben Stunden, wieder an die Arbeit!
Ich schraube und räume, hänge Gardinen ab,... Gott sei Dank kommt Traudi und hilft mir. Bis viertel nach 19 Uhr arbeiten wir konzentriert und zügig, jeder Knochen schmerzt.. Ein Dreck unter der Couch.. den Kühlschrank weg.. OH MANN! wo kommt dieser Müll her???
Ich räume und räume und räume. Traudi muss los, ohr Tochter muss noch Schularbeiten machen.. Ich arbeite weiter. Frank kommt kurz nach 20 Uhr und schraubt die letzten Lampen ab. Ich wische den Boden.. Wir haben kein Licht, kein Internet, keine Stühle.. in allen Zimmern (außer dem Schlafzimmer!) sieht es aus wie nach einem Atombombenangriff!

Himmel, lass mich nie auf den Gedanken kommen auszuziehen!

Inziwschen haben wir wieder ein wenig Licht und Telefon und Internet gehen auch wieder! Es ist 21:20 Uhr.. ich habe morgen Verteidigung... und bin so kaputt... wenigstens läuft mein Kopfkino in eine etwas andere Richtung... Es wird Zeit fürs Bett!
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Montag, 15. juni 2009
Die gestrige Aufführung in Stralsund war so ganz anders, als die Aufführung in Demmin.
Um 13 Uhr trafen sich 30 Kantoreier am Bahnhof Demmin um gemeinsam mit dem Zug nach Stralsund zu fahren.... Ich hatte mir am Abend zuvor noch ein T-Shirt gemacht, welches ich nun stolz vor mich hin trug..
und so ging es dann los.. In Stralsund angekommen flitzten wir durch die Stadt, um einigermaßen pünktlich zum einsingen zu kommen. Natürlich kamen wir etwas zu spät und mussten uns durch das Orchester und die anderen Sängern drängeln. Die Nikolai-Kirche ist schon ein seltsamer Raum zum singen. Das Orchester sitzt mitten unter den Zuschauern udn wir hatten schon Bedauern, um die Leute, die das "DIES IRAE" "ertragen" mussten. Die Probe war schön und mit ein wenig Zurückhaltung sangen wir markante Passagen noch einmal durch. Um 16 Uhr gab es eine schöne Kaffeetafel im Rückraum der Kirche ..

DANKE STRALSUNDER IHR SEIT SEHR GUTE GASTGEBER!

Kurz vor 17 Uhr sangen wir uns noch ein wenig ein... und dann nahmen wir unsere Plätze ein. Das Orchester kam, die Solisten und der Dirigent Matthias Pech. Leider war die Kirche nicht ganz so gut gefüllt, aber auch so war es eine bezaubernde Atmosphäre.

Herr Pech dirigierte wirklich gut und so klappte alles das, was in den Proben manchmal etwas schwierig war, gut und wir wurden schnell eine homogene Masse..
Das Singen machte sehr viel Freude und anders als in Demmin, war hier der Chor unter einander etwas besser zu hören, weil wir eben ein wenig über dem Orchester standen...
Der Applaus war gut und ausdauernd.. und alle waren glücklich und sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Es war schön! Wir gratulierten uns gegenseitig und versprachen, sobald als möglich wieder zusammen zu singen.

Nach dem  Konzert war Thomas dann der Meinung doch dne Zug um 19 Uhr schon bekommen zu wollen.. und in Rekordzeit rannten wir durch Stralsund zum Zug... Dort wurde dann gefeiert, ein wenig Sekt und Wein  getrunken... und um viertel vor 20 Uhr kamen wir in gelöster Stimmung zu Hause an..

Arbeit wartete noch bis nach 24 Uhr auf mich... und nun bin ich totmüde.. aber der Tag hat erst begonnen..

Gerade las ich unsere Kritiken im Nordkurier,,.link



von Stephanie - veröffentlicht in: Chor
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Sonntag, 14. juni 2009
Seit Januar probt der Chor intensiv das Requim von Verdi. Nach monatelangem holpern und stolpern, hörte es sich irgendwann dann doch wie Musik an. Von diesem Moment an, passierte das, was immer passiert.. unser Kantor trieb uns immer weiter an.. wir sangen bis wir Gänsehaut bekamen und die Stimme verloren.
Nun war es gestern soweit, dass wir uns im Rahmen der Bachwoche einem großen Publikum stellten.
Schon die Generalprobe am Freitag und am Samstag vormittag waren zum hinschmelzen, aber uns machte die große Lautstärke des Orchesters stark zu schaffen...
Nun gut! Frank und ich fuhren am späten Nachmittag geschniegelt und gebügelt.. ganz in schwarz gehalten nach Demmin, wo schon eine fieberhafte Stimmung herrschte. Wie immer war das Gemeindehaus voll von Menschen, die durcheinander redeten sich umzogen, oder einfach versuchten ein wenig in sich zu gehen. Eine Altistin hatte wunderschöne lila Tücher für uns Frauen besorgt, so dass das einheitliche Schwarz einige Aufhellung erfuhr. um viertel vor 5 fingen wir uns an einzusingen. Da jeder da sang, wo er gerade stand, kam eine wahnsinnige Atmosphäre auf... Jeder war vom Klang der Stimmen und dieser wundervollen Musik gefangen genommen.... In dieser Atmosphäre gingen wir über den sehr windigen Kirchplatz in die Kirche. Das Orchester saß schon da und die Kirche war sehr gut gefüllt. Meinen Eltern und meiner Schwiegermutter hatten wir Gott sei dank am vormittag schon Plätze reserviert.. Gespannt gingen wir auf unsere Plätze. Da wir nun sehr viele waren zog sich dieses eine ganze Weile hin. Frank war ziemlich der Erste, der auf der Empore stand, und ich kam als 10.Letzte.
Nachdem wir alle standen kamen die Solisten und dann Thomas.. Dieser Moment des Innehaltens, das sSchließen der Augen und diese totale Stille war atemberaubend.


 Wenn ich jemals mich an etwas erinnern werde, dann an diesen einen Moment!
Und dann ging es los! Leise fingen die Celli an, die Männerstimmen sangen aus tiefster Inbrunst das erste "REQUIEM", der Frauenchor antwortete mit einem ebenso intensiven "REQUIEM"... Es fing an.. Aus dieser leisen getragenen Stimmung entwickelt sich ein Zwiegespräch.. Die Solisten fallen ein, das Crecendo weckt das Orchester... Beim "DIES IRAE" bricht es aus Orchester und Chor in einer Heftigkeit hervor, dass man kaum sein eigenes Wort mehr versteht. Die Tuba und die Blechbläser sind direkt vor mir angeordnet ... ich singe und höre kaum was ich singe. Nach kurzer Zeit bin ich wie im Rausch. Konzentriert schaue ich auf Thomas. Singe und erschaudere bei dieser Eindrücklichkeit. Nach 1 1 /2 Stunden seufzt der Chor ein letztes "Libera me".. Es ist vollbracht . Eine atemlose Stille umfängt uns... und dann bricht der Applaus über uns herein... Ich bin nassgeschwitzt und glücklich und traurig und fassungslos.. solche Emotionen habe ich noch nie beim Singen verspürt. Es ist unglaublich. Am Ausgang erwarten mich meine Eltern.. Sie umarmen mich und gratulieren.. ich bin total leer im Kopf..

Und auch heute Morgen geht es mir immer noch so. Ich bin traurig und eigentlich nur müde.. Aber heute Nachmittag singen wir noch mal in Stralsund.. Aber dann ist Pause! Fast 10 Wochen lang... Es ist ein wenig wie Abschied...
von Stephanie - veröffentlicht in: Chor
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