Saturday, 19. may 2012 6 19 /05 /Mai /2012 12:09

Seit ein paar Wochen mache ich mich aus diesem und jenem Grund rar.. und ich denke mir, dass es auch ganz gut so war und ist. Nun häufen sich in den letzten Tagen die kleinen Katastrophen und wir sind am überlegen den Hof aufzugeben. Aber soweit sind wir dann doch noch nicht. Das Alles spielt hier im Grunde eine untergeordnete Rolle, aber das Kernthema betrifft es denn dann doch. Es geht um Hilfe.. Hilfe.... ist ein schwieriges Thema! Seit ein paar Tagen diskutieren mein Mann und ich dieses Thema in seinen Abwandlungen und wie es dann ja mit allem ist, mit dem man sich intensiver beschäftigt.. es läuft uns überall über den Weg. Zeitung, Fernsehen, im Bekannten und Freundeskreis.

Nun fing das Thema aus einem Grund an, der uns jetzt noch banaler erscheint, als zu Anfang, daher sei er unerwähnt, aber es stieß uns auf, dass wir ein Generation der Jammerlappen sind. Im Ernst! Es geht immer nur:" Ja, wenn meine Eltern, der Staat, meine Freundin, das Wohnungsamt, meine Kinder, mein Mann, mein.... mir geholfen, in einen besseren Start ins Leben oder oder oder geholfen hätte! DANN!" Ja, dann wäre alles einfacher, besser, ich wäre glücklicher, reicher, schöner, dünner, talentierter.. STOP!

Alles Unsinn!

99,999 % aller Probleme machen wir uns selber und/oder wir sind der Meinung, dass wir ohne/mit/sowohlalsauch.. wir nicht mehr leben können. Letztens ist mein Auto mal wieder verreckt! Ich heule Allen (aber wirklich ALLEN!) die Ohren voll.. Ich armer Mensch! Und habe mich ganz schnell organsiert und das funktionierte überraschenderweise hervorragend. Handy weg? Super, man kommt zum Zeitung lesen. Schlechtes Wetter.. himmlisch.. einfach mal NICHTS machen und ausruhen und Kraft tanken. Unzulänglichkeiten haben echtes Potential, wenn... ja, wenn man nicht aufgibt, und dem augenscheinlich Negativem das real Positive abzugewinnen.

Problematisch scheint es zu sein, wenn Hilfe gegeben wird und der Mensch sich nur darauf verlässt. Da ich selbst einige Zeit ohne Arbeit war, weiß ich, dass es immer schwieriger wird, sich in den regulären Arbeitsprozess einzubinden. Man bekommt so eine Art ungesunden Phlegmatismus. Man hat dann so einen Trott in dem man lebt, und die Veränderung mehrere Stunden aus dem Haus zu sein, erscheint Einem, als schier unmöglich. Und dann ist die Hilfe zum Leben, nur noch eine Stütze zum überleben.

Ähnliches scheint sich mir in den Entwicklungsgebieten aufzuzeichnen. Die wohl "wohlgemeinte" Hilfe, versickert in seltsamen Kanälen, und selbst hochrohstoffreiche Länder schaffen es nicht, ein geregeltes Gesundheits- und Bildungssystem zu etablieren. Das erschüttert mich und lässt die Menschen in uns unvorstellbarer (ich wollte schreiben Armut und Trostlosigkeit, aber das sind nicht die Worte, dich dafür verwenden möchte, da es noch viel mehr ist) Art und Weise dahinvegetieren. Aber ich denke, dass wir hier unseren Lebensstandart (der häufig nicht nachamenswert erscheint) anderen aufdrücken wollen.

Das wir Nationen unterstützen, in denen die Regierungen die Menschen wissentlich verhungern lassen. Die für Terror unter der Zivilbevölkerung sorgt, und es nicht schaffen WILL, dass der Bürger des Landes einfach seinen Bedürfnissen folgen kann. (Zu allem Überfluss werden dann noch deutsche Spenden völlig sinnlos verpulvert, aber das ist eine andere Geschichte!) Die sogenannte Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert hauptsächlich wohl deshalb nicht, da die Lebensansichten so unterschiedlich sind.. Denn, wenn man sich Bilder von Slums in Lateinamerika, Asien oder Afrika ansieht, dann haben viele Menschen keine genügenden sanitäre Anlagen, aber auf jeder zweiten Hütte steht eine SAT-Anlage.. Bedürfnis?

 

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von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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Tuesday, 17. april 2012 2 17 /04 /Apr. /2012 18:32

Wenn mich meine Depressionsschübe so dahin raffen, Wenn ich nicht in der Lage bin, auch selbst offenbar klare Gedanken zu Papier, bzw. zu PC zu bringen, wenn ich es nicht einmal mehr schaffe die Mülltonne vor die Tür zu bringen, wenn mich scheinbare Kleinigkeiten so aus der Bahn werfen, dass ich nicht einmal ein paar freie Tage genießen kann, dann .. Dann hasse ich mich. Ich bin dann wie eine Dreijährige, die Angst vorm "schwarzen Mann" hinter der Tür hat. Und meine Kraft reicht kaum aus zu duschen oder essen zu machen, meine Familie oder Freunde anzurufen.Trost zu spenden, wo Trost so unendlich notwendig wäre. Aber ich schaffe es nicht die rechten Worte zu finden und will doch klar und durchdacht argumentiieren und da sein für die Menschen, die mich lieben und schätzen. Aber es ist sicher. nein, unmöglich! Ich kann mich kaum an Phasen erinnern, in denen ich so lange, in so einem tiefen Sog steckte, aber ich finde es entsetzlich.

Aber noch schlimmer finde ich, dass ich es nicht sagen darf. Weil ich damit verletze und weil ich dann nicht funktioniere. Weil der Tagesablauf dann von der Norm abweicht und ich mich als ein faules, dickes, asoziales Subjekt fühle, welches zu Nichts in der Lage ist. Vor Jahren meinte einmal eine Ärztin zu mir-.."Sie brauchen einen geregelten Tagesablauf, dannn geht es Ihnen wieder gut!" Aber ich hatte und habe Einen und es geht mir zeitenweise nicht gut. Obgleich ich mit depressiven Phasen immer besser zurecht komme, als mit meinen Manischen.. Dann kann ich mich hinterher gar nicht mehr leiden! So bedauer ich mich wenigstens. (Nun muss ich doch lachen)

Es ist eine schwere Zeit mit schweren Aufgaben. Mit den kleinen und großen Steinen, die man Leben nennt, und die mich doch so umwerfen.

Eigentlich sollte der Eintrag garnicht so... traurig? verzweifelt? hilfesuchend? werden. Denn eigentlich beschäftigte mich schon seit geraumer Zeit, und das immer wieder, ob wir zu wissenschaftsgläubig sind.

Auch hier denke ich ein Phänomen unserer Zeit zu sehen, welches wir zu unkritisch akzeptieren.

Gab es Zeiten der tiefen Gottgläubigkeit (oder besser "Bibelgläubigkeit"?), Zeiten der technischen Bessesenheit, stecken wir seit Jahrzehnten in einer vielleicht ungesunden, auf alle Fälle überzogenen Wissenschaftshörigkeit. Ist irgendetwas, dann kommt sofort.... ja, aber der und der Wissenschaftler hat bewiesen, dass das so ist. Hier spielt  es keine Rolle, was so ist, denn man kann es auf wirklich ALLE Bereiche unseres Lebens beziehen kann. Wo führt das hin? Mysterien, kleine Wunder, einfach Liebe... alles muss wissenschaftlich erklärt werden. ALLES! Ich finde das anstrengend. Besonders jetzt um die Osterzeit, musste nun erklärt werden, ob Jesus WIRKLICH am 24.12.geboren wurde, ob es die Krippe in Bethlem gab, ob (da zeitgleich 100 Jare Untergang der Titanic), der Eisberg vielleicht vorher sich gedreht hat oder nicht.

Ja und? Nimmt es etwas von der Faszination, wenn wir es nicht wissen, oder sind wir der ultimativen Wahrheit dann auch nur einen Deut näher? Sicher nicht! Vor nur 600 Jahren dachten ein Großteil der Menschen, dass die Erde eine Scheibe ist. Waren sie darum in irgendeiner Hinsicht unglücklicher? Unser scheinbar immer erweiterter Horizont führt dazu, dass wir unser Gegenüber und seine Befindlichkeit gar nicht mehr wahrnehmen. Das Empathie bei Vielen ein Fremdwort ist, da sie gar nicht mehr das Miteinander leben können. Ich selbst bin ein Glückskind! Ohne reale Kriegsbedrohung groß geworden, im Überfluss aufgewachsen, bis auf eine Ausnahme gesunde Kinder, mit eben den Problemen die das Leben mit sich bringt und trotzdem zu müde zum leben. Und so geht es vielen von uns. Wir ertrinken im Leben, am Leben. Am Überfluss an Menschen und Dingen, Tun und Lassen, Müssen und Können, die Wahl haben und die Wahl treffen.  Und das immer wieder achtsam sein, dass man das sagt und tut, was die Masse hören und sehen möchte. Und der Rest verschwindet hinter verschlossenen Türen....

Eine schwere Zeit und kein rechtes Konzept, außer abwarten und Tee trinken.Und aushalten, am meisten sich selber mit allen Zweifeln.

(Aber mit dem inneren Wissen, dass da manch Mensc h ist, der warten kann!)

Dafür danke!

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PS: Zum Schluss noch einen lieben Gruß an meine Lieben vom Friedhof.. Ja, ich backe auch wieder Kuchen!

von Stephanie - veröffentlicht in: Befindlichkeiten
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Sunday, 1. april 2012 7 01 /04 /Apr. /2012 11:52

der mich gestern überfahren haben muss?

 

Ich war gestern schon nicht besonders fit. Mir schmerzten die Beine und die Schultern und meine Morgenrunde dauert fast doppelt so lange, als normal. Abends ging dann gar nichts mehr. Frank musste Abendessen machen und ich bin schon vor halb 10 Uhr in mein Bett. Da ich einen kleinen Geschenkeauftrag für eine Bekannte habe, bastelte ich, so lange es ging, aber es ging nicht lange.

Heute Morgen nun konnte ich mich kaum rühren. Ich habe so eine latente Übelkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, liege mit meinem neuen Kirschkernkissen da.. und lasse mich von Hund, Katzen, Mann bedauern.

Meine Tochter hatte das wohl auch gestern und mein Bruder postet bei Facebook ähnliches..Also Krankheitssymptom... DieKeineAhnungKrankheit,

Also ab auf die Couch und warten bis es besser geht.

Allen die es ähnlich, oder gar schlimmer geht, eine gute Besserung

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von Stephanie - veröffentlicht in: Befindlichkeiten
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Saturday, 31. march 2012 6 31 /03 /März /2012 20:11

Unsere liebsten Bremer Freunde haben in diesem Jahr silberne Hochzeit. Da Beide sich etwas anstellen, uns zu verraten, wann denn ihr Ehrentag ist, und ihre Kinder echt keinen Plan haben (was ich peinlich finde!) fing ich also an zu raten.

Das es Mai sein muss, war mir relativ schnell klar, da meine Liebste eher tradtitionell ist. Dann muss es ein Freitag sein..Wegen Trinken und so...

  • Da 1987 der erste Mai ein Freitag war, fällt der wegen geschlossenem Standesamt aus.
  • Der 8. Mai fällt aus, da am Sonntag Muttertag ist und sicher die Lieben ihre Mutter ehren wollten und nicht mit einem Kater im Bett liegen würden.
  • Der 15. Mai wäre meine erste Wahl, weil dann auch die Geld haben, die in der Mitte des Monats ihr Gehalt überwiesen bekommen.
  • Der 22.Mai ist die Wahl meines Mannes, da es ein schönes Datum ist und noch eine Woche bis Monatsende.
  • Der 29.Mai fällt eigentlich aus, da es am Ende des Monats ist (keine Kohle) aber der 28.Mai war 1987 ein Feiertag, was sich super für Polterabend geeignet hätte. Aber da es ein Pastorenhaushalt war, denke ich nicht, dass da gefeiert wurde.

Lange Rede kurzer Sinn. Wir tippen auf den 22. Mai und werden da Kuchen essen kommen!

Sollte ein Bremer Standesbeamter mitlesen... Ich brauche eine Emailjoker!

 

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von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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Thursday, 29. march 2012 4 29 /03 /März /2012 19:19

Ich bin eigentlich ein leidenschaftlicher Wegwerfer, das gilt nicht nur für Schuhe, Kleider, Möbel, sondern auch für Gewohnheiten (ab und an wandert da auch leider die eine,oder andere Positive in den Müll rein). Aber ich bin auch ein Sucher und Finder. (Darum liebe ich auch das Internet, da man da häufig nach kurzem Suchen fündig wird.)

Nun als Kind habe ich schon den Sperrmüll (meist zum Leidwesen meiner Mutter!) geliebt. Denn ich habe haufenweise (DIE sind doch noch gut! ((Schuhe, bei denen die Sohle abfiel oder Ähnliches!)) nach Hause geschleppt. Der Müll wurde dann sicher von meiner Mutter wieder entsorgt, zumindest fand ich das nie wieder! Aber ich war glücklich ein Schnäppchen gemacht zu haben. In meiner Kindheit war Sperrmüll in einer Plattenbausiedlung, wie Abenteuerspielplatz XXL. Und heute nun, stand auf meiner Morgenrunde eine Komode da. Nein, nicht EINE, sondern MEINE! OHH.. gleich Handy schnappen, Mann anrufen, der war noch nicht auf dem Weg zur Arbeit, herzitieren mit Auto und Platz und warten und beten, dass das böse Sperrmüllentsorgungskommando nicht doch vorher zugreift. Also unter Aufbietung aller weiblicher Kräfte verteidige ich das "gute" Stück! Mein Mann rollte nur mit den Augen, als er nach gefühlten Stunden endlich erschien. DIE??? Jetzt entpuppte sich mein "Schätzchen" als Schrotti, die meine Mutter sicher SOFORT aus dem Fenster geworfen hatte, außerdem war es ein verranzter Schuhschrank, inklusive gebrauchter Schuhe!

Ade Schnäppchen..

Beim Nachbarn stand aber DAS

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Ein tadelloser Kinderwagen... Der musste dann mit und warten auf das was irgendwann kommen wird!

Ich freu mich, dass sich das Suchen gelohnt hat, obwohl der Kinderwagen mich eher gefunden hat.

 

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PS: Asche über mein Haupt und ein bisschen Schönschreiberei revidieren, nachdem mein Mann mich mit seinen
Schweinchenaugen angerollt hat... Er hat mich auf das Schnäppchen aufmerksam gemacht!

von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Thursday, 22. march 2012 4 22 /03 /März /2012 18:20

Grundsätzlich fällt es mir nicht schwer mich auf Menschen unterschiedlichster Herkunft einzustellen. Vielleicht liegt es an meiner Art offen auf Menschen zuzugehen und nicht erst zu fragen, was sie machen, woher sie kommen, wieviel sie verdienen und/oder welchem Gedankengut sie sich "verpflichtet" fühlen. Es kann sein, dass es einfach dem Wunsch entspringt selbst so genommen zu werden wie ich bin. Und ich Standesdünkel jeglicher Art  für völlig fehl am Platz finde. Nun hatte ich heute Vormittag eine sehr nette Zufallsbekanntschaft machen dürfen, die mich seit langem einmal wieder auf diesen, für mich vielleicht wunden Punkt gestoßen hat. Den Punkt des... "Was machst du eigentlich mit deinen Ausbildungen" und " wie denken eigentlich deine Eltern darüber'". Diese Fragen konnte ich vermeintlich beantworten, indem ich halt sagte, was ich dachte.. das ich eben das mache, was ich machen muss, und meine Eltern stolz auf mich wären. So wie ich halt stolz auf meine Kinder bin, mit dem was sie tun und lassen.. ABER, und der geneigte Leser wusste, dass das Aber schon von Anfang an im Raum steht, es stellt sich die Frage, in wie weit ich stolz auf mich bin und warum ich wirklich das mache, was ich mache, oder machte. Nun flitzten diese Gedanken beim saubermachen, Tiere versorgen, Kochen und so weiter .. durch mein Hirn und irgendwann kam ein Wort mir in den Sinn und das war, ich mache diese Sachen (Abitur, Studium, Geige spielen, mich mit Politik, Wirtschaft und und und auseinandersetzen) um nicht GEISTIG ZU VERROHEN! 

Die permanente Auseinandersetzung mit mir, meiner Umwelt, den Menschen um mich herum, die Sucht das Neue zu finden, liegt sicher auch in diesem Umstand begründet. (Und ganz nebenbei bin ich grenzenlos neugierig! Was manchmal gut ist und manchmal nervt!)

- Beim Abendessen machen fragte ich mich dann auch, warum die Bouletten Bläschen machen.. aber das erklärt mir gleich mein Mann (Abitur mit Physik im Vorabi bedeutet nicht gleichzeitig, dass man was weiß!) 

 

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PS: Wie gedacht hat mir mein Mann das gleich erklärt und die Erklärung mit der unterschiedlichen Oberflächenspannungen von Fett und Öl finde ich dann doch ein bisschen zu wenig geheimnisvoll und darum werde ich mal darüber nachdenken gehen, ob sich nicht doch was GANZ anderes dahinter verbirgt. 100_4434.JPG

morgens demmin

von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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Wednesday, 21. march 2012 3 21 /03 /März /2012 11:30

Nun ist es unfassbarer Weise schon ein Jahr her, dass mein Sohn, seine Monika geheiratet hat. Ich bin sehr stolz darüber, wie die Kinder die Zeit meistern, trotz so vieler Steine, die Ihnen in den Weg gelegt wurden. Ich versuche es selbstverständlicher Weise, soweit es in meinen Möglichkeiten ist, ihnen dabei zu helfen, wie ich nur kann. Aber viele Sachen müssen die Beiden alleine regeln und sie sind auf einem super Weg!

Wir gratulieren von hier aus noch mal von ganzem Herzen.P1010711

 

Ansonsten waren die vergangenen Tage zermürbend. Meine Mutter ist mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden und ich habe mir solche Sorgen gemacht, am Dienstag hatte sie dann im Krankenhaus einen zweiten Anfall, aber die Ärzte schlossen das herz aus. Nach unsäglich vielen Untersuchungen wurde sie dann entlassen und keiner weiß was sie nun wirklich hat. Die Sorgen sind damit nicht besser geworden, aber ihr scheint es so wohl einigermaßen gut zu gehen und ich drücke den Daumen, dass das eine einmalige Sache ist. Man hat nur diese eine Mutter und will sie natürlich so lange als möglich haben. Umso entspannter war ich, dass wir ihren Geburtstag gemeinsam am 8.3. in einem schönen Restaurant in Berlin feiern konnten.

 

Die Endlichkeit steht bei uns zur Zeit immer mehr an, und ich komme damit weniger klar als jemals zuvor. Wenn man in so einer kleinen Stadt lebt,und sich auf das Leben hier einlässt, dann kennt man so viele, die wieder so viele kennen... das man immer gleich persönlich involviert ist, wenn es Fest-, oder auch Trauerfälle gibt. Und wenn es dann junge Menschen sind, dann ist das ungleich schlimmer. Aber so ist das und wir gehen damit irgendwie um. Ist aber auch schön, wenn man dann so betroffen ist, und Fragen nach dem Befinden kommen, von Menschen, die einen grundsätzlich nicht so nahe stehen.

 

So kamen nun auch viele Glückwünsche für meine Beiden von Seiten, von denen ich es erst nicht dachte!

 

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von Stephanie - veröffentlicht in: Familie
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Sunday, 11. march 2012 7 11 /03 /März /2012 10:17

Ich bin ein Nörgler! Ich habe irgendeine Antenne in mir, die mir schnell die Schwächen eines Menschen zeigen. Das ist sicher vom Grunde her gar nicht so übel,aber wenn ich einen Menschen nicht so schätze, oder wenn ich denke, dass ich genervt bin.. dann bin ich wie eine Mistmade und wühle immer weiter in der Wunde. Das nervt mich (die Anderen sicher noch viel mehr!), aber ich kann es kaum abstellen.

Anders sieht es aus, wenn ich eine Art moderene Jeane d'Arc darstellen möchte und ich mich als Rächer der Schwachen und Unterdrückten hinstelle... dann heiße ich Vieles gut, besonders wenn diese "Unterdrückten" von allen Seiten angefeindet werden. (Meine Kinder sind da immer außen vor! Sind ja Meine ;-) ) 

Aber in letzter Zeit merke ich, dass es mich anwidert, wenn alles, aber auch wirklich allies hyperperfekt sein muss. Obgleich ich selber alles "richtig" machen will, merke ich, dass das einen kolossal unter Druck setzt und ich in eine ungesunde Form der Totalverweigerung trete. Um was geht es?

Stell dir vor, du backst einen Kuchen (kann auch sein, du malst ein Bild, singst ein Lied, gehst mit dem Hund spazieren, tapezierst deine Wände,... oder oder oder!) Dann zeigst du stolz das deinen Liebsten, Freundin Chef, Mutter, Bekannten.. egal! Es wird genörgelt! Ja, sehr schön ABER! Der linke Keks ist dicker, der tonwar schief, derHund soll an die Leine, die Tapete hätte ein wenig gelber sein können... Das ist doch krank! Und wir reden hier nihct um Verfehlungen die den Weltfrieden bedrohen, sondern um Kleinigkeiten, die völiig banal sind. Letztens habe ich auf so eine Nörgeltirade nur gesagt:" Schränkt es dich in deinen Lebensumständen ein, wenn das so ist?" Derjenige war völlig perplex,. ich drehte mich um und ging (dabei heulte ich wie ein Schlosshund!) Das kann doch nicht Sinn und Zweck des Lebens sein, dass man nur nach dem sucht (und natürlich auch findet) was eine Sache mies macht. Uneingeschränkte Freude? Gibt es das noch? Diese Umstände führen vermehrt zu Depressionen, Burn outs, Selbstmordversuchen und gescheiterten Beziehungen. Weil man nicht genügen KANN, auch wenn man es will! Diese Sucht und Suche nach dem "perfekten" Etwas, vergällt die Annahme, des wirklich "perfekten" Moments, wie er gerade jetzt ist...weil die Sonne scheint, ich eine tolle Musik höre, das Haus ein wenifg ordentlicher ist, als normalerweise, das nicht das Telefon klingelt,ich jetzt diese Schreiberei machen kann... Ich will mir den Augenblick nicht verderben lassen, durch den Umstand, dass gerade JETZT vier riesen Trecker bei uns am Haus vorbei rasen, eine Wolke am Himmel erscheint, das telefon klingelt. Es ist wenigstens einmal am Tag gut so wie es ist!

 

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von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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Thursday, 23. february 2012 4 23 /02 /Feb. /2012 18:59

zu sein.

Jeder den ich kenne möchte in einer stabilen Demokratie leben und möchte die Vorteile aus dieser auch genießen. Das heißt wählen können den man will, Mitspracherecht bei den verschiedensten Angelegenheiten, die Möglichkeit des Protestes. Eben Volksherrschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Den Slogan "Wir sind das Volk" leben zu können, scheint ein Ziel unseres Miteinander lebens zu sein.

Nun ist das eben alles sehr schön und nett, wenn man eben zu den (mindestens 50,00001 Prozent) gehört, die Volkes Mehrheit ausmacht.. Dann jubelt man und freut sich, dass "Volkes Stimme" gesiegt hat. Problematisch wird das, wenn man zu den 49,99999 gehört.. denn dann muss man eben merken, dass seine Meinung schön und gut ist, aber eben nicht genügend Gehör bekommt und somit... im schlimmsten Fall nicht beachtet wird. Nehmen wir mal Stuttgart 21. Da gehen die Menschen auf die Straße, bewegen sich nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich, erzwingen Verfahren, wählen die amtierende Regierung ab, in der "Hoffnung" dass die kommende alles so macht, wie sie es wollen. Wer auch immer sie sind. Also Demokratie pur. Dann setzt die neue Regierung ein Verfahren in Gang, man wägt alles ab, Anhörungen und zum Schluss noch eine Abstimmung und dann sind eben die Gegner weniger, als die Befürworter. Mist Demokratie! Denn nun MUSS die Regierung das machen, was die Mehrheit will.. und die WILL den Bahnhofneubau in allen Konsequenzen.. Meine Meinung zu der eigentlichen Sache spielt hier grundsätzlich keine Rolle, aber ich wäre auch gegen diesen Mammutbau mitten in der Stadt gewesen, hätte mich aber auch der Mehrheit beugen MÜSSEN., Und anerkennen. Denn das ist auch Demokratie. Nun haben wir das Bundespräsidentendilemma.. Sicher wollen ein paar Den, oder Den Kandidaten nicht, lieber einen aus MV, BW, Bayern, Berlin, Mann, Frau, Christ, Moslem, Jude.. Vollkommen egal.. man kann es nicht jedem Recht machen und dann muss man am Ende eben sagen, dass es nicht meine Wahl gewesen wäre, aber ich eben eine Demokratin sein will.. Und wenn man wie ich, ganz oft auf Protest gebürstet ist, dann muss man sich  ganz schön oft der Mehrheit beugen.

Umso besser, dass es Familie gibt, denn da herrscht ganz schön oft Diktatur! Und da gehorchen dann Viele einem Einzigen...

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von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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Sunday, 19. february 2012 7 19 /02 /Feb. /2012 19:17

Herr Meier heißt natürlich nicht Herr Meier, sondern steht für einen Menschen wie Du und ich. Nun vielleicht nicht gerade wie ich, aber eben einen Otto Normalverbraucher, der eben ein wenig intelligenter, etwas weniger geldgierig und ein bisschen na .. zuverlässiger als das der übliche Politiker anscheinend ist. Böse? Vielleicht!.. nein sicher!

Schon vor Wochen hatte ich gewettet, wie lange Herr Wullf das Amt belegen würde, aber da war ich die Meckertante und Nörelziege und unser allzeit geschätzter Kantor meinte, warum er denn zurücktreten solle. und mein noch mehr geschätzter Sohn war der Ansicht, dass er irgendwann (ich glaube es war der 21.) im Juni tun würde. Daraufhin meinte ich, dass er entweder bald, oder eben gar nicht zurücktreten würde. Nun kam, es wie bekannt, aber ich bin nicht froh, oder erleichtert, aber ich hatte von Anfang an etwas gegen diese Person in diesem Amt, und ich war ein glühender Gauck Bevorzuger und hielt da auch nicht mit meiner Meinung hiner dem Berg. Ich mochte auch Herrn Köhler und Herrn Herzog mit seiner burschikosen Art schätzte ich besonders dafür, dass er sich nicht den Mund verbieten ließ und trotzdem volksnah wirkte. Was davon nur Anschein war, bleibt dahin gestellt, aber ich hatte eben den Eindruck.

Nun suchen wir wieder einen Politiker und ich fand es immer schwierig irgendjemanden zu nehmen, der sich so einseitig positioniert wie ein Politiker in Amt und Würde. Nein, ich denke es ist nun einmal ein Amt, welches in erster Linie mahnend da stehen soll und sich auch klar positionieren muss, aber eben so, wie er  es denkt und nicht eine Partei.

Nun suchen wir wieder einen neuen Bundespräsidenten. Und wieder werden die altbekannten Gesichter herausgekramt und ich bin gegen die Gauck Nominierung.. Aus einem Grund. Die gleichen Leute, die vor 2 Jahren sich gegen Ihn (aus rein Parteipolitischem Kalkül!!!) stellten, sollen nun Hurra Gauck schreien und meinen, dass er de EINZIG wahre Kandidat wäre.  Wenn ich Herr Gauck wäre, würde ich sagen:" PÜH! Bin ich euer Bundeshannes?" Das hat dann nichts mehr mit Würde oder so zu tun.

Nun hätte ich Frau Käsmann als gute Wahl empfunden. Grund? Sie hatte einen Fehler gemacht und sich dann nicht der Verantwortung entzogen, sondern klar gesagt, dass das nicht zu entschuldigen ist und hat SOFORT die Konsequenzen gezogen. Ich stelle mir vor, wenn das Herrn  Wulff passiert wäre. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das so gemacht hätte. Nein!

Stellen wir uns vor, dass eben ein Herr Meier das macht. Einer der eben kein Parteibuch hat oder hatte. (Meinen Mann können wir ausschließen, da er gerade meinte, dass er das nur einen Monat machen würde und dann genug Geld für den Trecker hätte.... Das kann doch nicht der Grund sein!) Einen Multimillionär.. der braucht das Geld nicht. Das wäre doch was. Also scheiden alle meine Freunde, Verwandten und Bekannten aus.. und das ist auch gut so!

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von Stephanie - veröffentlicht in: Gedankensplitter
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