Ein Leben ist nie genug
Sonntag, 27. september 2009
Dienstag 22.09.2009

Ich werde Morgens wach und fühle mich krank. Mein Harnwegsinfekt ist wieder da und ich bin fertig wie nach einem 10000 Meter-Lauf. Trotzdem nehme ich den Hund und gehe eine stramme Runde von 9,3 Kilometern.. Bewegung tut doch so gut! HAHAHA! Danach habe ich wieder Schüttelfrost, gehe duschen und falle in mein Bett. Ich komme den ganzen Tag nicht in die Puschen und zwinge mich am frühen Abend noch auf den Ergometer... Das Leben ist hart!

Mittwoch 23.09.2009

7 Uhr.. die halbe Nacht habe ich mich hin und hergewälzt.. ich habe Schmerzen, überall. Ich nehme 2 Schmerztabletten und gehe mit dem Hund walken. Ich brauche lange bis ich in die Gänge komme. Ich gehe meine Standartrunde. Zuhause habe ich wieder leichtes FIeber. Ich gehe wieder in mein Bett und kann auch nicht so recht schlafen. Es ist elend. Mein Kater hat eine üble Bindehautentzündung, also gehe ich Nachmittags zum Tierarzt. Ich war zeitig da, aber leider waren die Tierärzte alle mit einem erkrankten Pferd beschäftigt und keiner hatte für uns Zeit. So musste ich bis halb 6 Uhr warten, dann schnell nach Hause. Ich wollte noch zum Lauftreff, aber in diesem Tag war der Wurm. Gerade, als ich los wollte kam mein Nachbar und sagte mir, dass unser Pony auf seinem Acker wäre.. Ich dem Pony hinterher. Das pony rennt von rechts nach links.. ich dem Pony hinterher.. aufeinmal rennt das Pony Richtung Deven. Ich laufe dem Pony hinterher. Bis kurz vor Deven, kein Pony. Wieder zurück. Müsli holen, Apfel rein.. ich laufe zurück. Bei einem Nachbarn sehe ich das Pony. Ich laufe rund um die Häuserzeile, das Pony ist weg. Es ist zum Mäusemelken. Wieder zurück ..ich höre das Pony wiehern, wenn ich es rufe.. aber wo ist das blöde Tier... Auf einmal kommt ein Nachbar raus.. er hat das Pony eingefangen und in seinen Stall geführt. Lammfromm lässt sich das Pony zurückführen.. Ich bin schweißgebadet... Um wieder runterzukommen, setze ich mich auf das Ergo.. Oh Mann! Tage wie Dieser!

Die Jagd nach dem Pony

Donnerstag 24.09.2009

Die Nächte werden schrecklicher und schrecklicher.. Ich gehe Morgens mit dem Hund, schwitze dann im Garten, fahre mit dem Ergo und laufe Abends mit Bärbel die Donnerstagsrunde. Früh falle ich ins Bett.. Ich lebe inzwischen von Paracetamol.

Freitag 25.09.2009

Der Hund freut sich wie immer Morgens auf meine Runde mit mir. Ich habe Lust zu gehen, obwohl es mir schwerfällt. Vormittags geh ich noch auf den Ergo und dann in die Wanne.. Dieses elende Frieren macht mich fertig. Gegen halb 3 Uhr fahre ich nach Neubrandenburg. Ich habe heute meine Bachelorverleihung. Eigentlich habe ich keine Lust und irgendwie scheint das auch keinen großen Stellenwert zu haben, denn keiner scheint so recht Notiz davon zu nehmen. Ich fahre erst zu Tina um meine Bücher abzuholen und dann zu Mika... Wir sind wie immer viel zu früh da. Ich friere wieder und mir ist schlecht. Aufregung? Vielleicht! Nach und nach trudeln alle Bekannten und Unbekanten ein. Es ist nicht so gut besucht und von den ehemals über 50 immatrikulierten Studenten machen gerade 12 den Abschluss in der Regelstudienzeit.. Aber ich bin dabei. Ich werde als Vorletzte aufgerufen.. dem Nachnamen sei Dank.. und bekomme meine Urkunde. Ich habe wirklich und wahrhaftig einen akademischen Grad! Zwar einen winzigen, aber ich bin AKADEMIKERIN! Cool. Wir haben Hunger und ich habe wieder unsagbare Schmerzen.. Warum zum Himmel bin ich nicht zum Arzt gegangen. Gegen 19:30 Uhr sind wir zu Hause... Ich bin völlig erledigt.

Samstag 26.09.2009

Seit 4 Uhr Morgens wälze ich mich im Bett hin und her. Die Schmerzen sind unerträglich und ich stehe gegen 5 Uhr auf. Die Zeitung ist schon da. Ich sortiere den ersten Schwung und stiefel gegen viertel vor 5 Uhr los. In der Dunkelheit fühle ich mich nicht so richtig wohl, aber ich hoffe, dass die Bewegung den Schmerz etwas lindert. Es ist zum verrückt werden. Ich komme nach einer guten halben Stunde nach Hause. ich friere und schwitze gleichzeitig und gehe noch mal ins Bett. Nach einem Frühstück laufe ich die zweite Runde mit dem Hund. Nach Hause und kurz mit Ramona gesprochen. Seit Monaten freue ich mich auf ein Konzert mit Angelika Milster, welches heute Abend in unserer Kirche stattfinden soll. Sie verspricht mir eine Karte zum Vorverkaufspreis zurück zulegen. Nach dem Mittagessen habe ich einen strammen Walk mit Mika und dem Hund eingeplant. Wir wollen nach Brudersdorf, Chyaras Mutter und Schwester besuchen. 9 Kilometer hin und her. Ich plane 3 Stunden ein. Wir kommen gut voran und unterhalten uns nett. Zwischendurch haben wir immer nette Unterhaltungen mit Passanten und Anwohnern. In Brudersdorf angekommen, müssen wir leider merken, dass die Familie nicht da ist und nur der Sohn, etwas unfreundlich die tür öffnet. Die Hunde knurren Chyara an, und ich bin froh, dass wir doch schneller nach Hause kommen, als geplant. Nach einer kurzen Trinkpause auf der Kirchenmauer gehen wir wieder zurück. Es war nett und ich geh unter die Dusche. Ich fange wieder an zu frieren und überlege, ob ich wirklich ins Konzert gehen soll. Kurz vor 19 Uhr mache ich mich, eingemummelt wie im tiefsten Winter auf den Weg.
Die Kirche ist schon gut gefüllt und etwas weiter hinten finde ich direkt am Gang einen Platz. Um 19:30 Uhr fängt das Konzert an. Angelika Milster hat keinen Chor und kein Orchester. Lediglich ein Organist begleitet sie auf unserer Orgel. Die gebürtige Neustrelitzerin fängt das Konzert mit einem Vaterunser an. Die Stimme durchströmt die Kirche und jede Faser meines Körpers. Ich schließe die Augen und lasse mich völlig umfangen. Beim Agnusdei rollen bei mir die ersten Tränen. Teilweise kann ich kaum atmen so sehr fängt mich die Interpretation ein. Ich bin bewegt und so tief berührt, dass ich auch nach dem Konzert noch lange mit meiner Fassung ringen muss. Überwältigt komme ich gegen 21:30 Uhr nach Hause.
Wir sitzen noch ein wenig zusammen und ich bekomme so unsagbare Nierenschmerzen, dass ich mein Dinkelkissen aufwärme und mich ins Bett lege.
Noch mehrmals werde ich wach, mache das Kissen warm und komme so in den "Genuss" mit zu erleben, wie Klitschko seinen Boxkampf in Las Vegas gewinnt. Der Mexikaner hatte leider von Anfang an keine Chance.

Sonntag 27.09.2009


Wahlsonntag - 
Der Hund benimmt sich merkwürdig, normalerweise nervt sie, dass sie rauswill. Heute muss ich sie fast mit Gewalt aus dem Haus zerren. nach wenigen Metern legt sie sich hin. Ich ziehe sie weiter.. Wir gehen ein Stückchen, aber nachdem sie ihr Geschäft verrichtet hat, rennt sie wieder nach Hause. Wir machen uns Sorgen und Frühstück. Da ich aussehe wie ein Stück Braunbier mit Spucke, entschließen wir doch nicht zu Fuß zum Wahlbüro zu gehen. Wir fahren mit dem Auto und sind schnell dort. Wir wählen und nun heißt es warten. Ich arbeite noch ein wenig mit Mika Im Haus und kurz nach 13 Uhr essen wir Mittag. Wir schauen Formel 1 und ich schlafe wie ein Stein auf dem Sofa. Wie immer!!!! Gegen 16 Uhr kommt Ramona und will mich zu einemWalk überreden. Ich fühle mich wie ausgekotzt, friere und habe überall Schmerzen.. Mir ist nicht danach. Gegen 17 Uhr will Mika ein paar Bilder mit ihrem Pferd machen. Ich will den Hund davon überzeugen mitzugehen.. Der Hund benimmt sich genauso merkwürdig wie heute Vormittag. Wir gehen ein Stück. Mika reitet ein wenig. Ich mache Fotos. Wir gehen immer weiter, bis zur kleinen Brücke über die Trebel. Zum Schluss gehe ich in einem ruhigen Tempo dann doch noch 4,5 Kilometer. Wir kommen nach Hause, drehen noch einen Video und hängen Wäsche auf. Inzwischen sind die ersten Prognosen da. Das Ergebnis ist deprimierend und erschütternd. Insgesamt ist die Wahlbeteiligung noch geringer, als vor 4 Jahren link. In unserem Wajlkreis gehen lediglich 60,5% der Menschen zur Wahl!!!!! Es ist entmutigend, zumal wir auch noch so eine schrumpfende Wahlgemeinde haben!!!!
Gegen 19;30 Uhr nehme ich das Ergebnis, um unsere Bundestagswahlwette auszuwerten .link
Danach hat mein Sohn gewonnen und darf mit meiner Mutter zu Hertha BSC gehen.. wenn man das DARF sagen kann.. denn zur Zeit sieht es schlecht für die Hertha aus.
Wir diskutieren lange über die Wahlen und die schlechte Wahlbeteiligung. Es ist ein Kreuz mit den an der Demokratie nicht interessierten Deutschen...
Wir werden sehen, was in den nächsten 4 Jahren passieren wird.

Viel Glück Deutschland, du kannst es gut gebrauchen.

von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Samstag, 26. september 2009
Ich könnte sicher viel über die vergangenen Tage erzählen, und werde das sicher auch noch nachholen, aber heute ist es mir wichtig ein Plädoyer zu halten.

Ein Plädoyer pro Wahlen.

Vor 20 Jahren trafen sich Menschen jeder Konfession und konfessionslose in der Leipziger Nikolaikirche um der Stimme des Volkes Gewicht zu geben. Um sich friedlich aufzulehnen gegen Bevormundung und Gängelei. Um zu zeigen das "Wir das Volk sind"!  Und auch um für freie und demokratische Wahlen zu kämpfen. Was ist davon heute geblieben? Besonders die Menschen, die aus meiner Generation stammen, die der damals 25 -Jährigen, sind heute so unpolitisch wie nie zuvor und geben das an die nachfolgende Generation weiter. Wählen, wozu? ist ein Satz, den ich immer wieder höre, und der mich wütend macht. Wir verschleudern ein Grundrecht, für das Generationen vor uns gekämpft haben, für das Folter, Zuchthaus und Verbannung in Kauf genommen wurden. Das bürgerliche Ehrenrecht gewählt zu werden, oder zu wählen ist eine elementare Säule unserer Gesellschaft.

Sicher ist es nicht einfach hinzunehmen, dass sich nach einer Wahl "nichts ändert", aber wir leben in einer Demokratie, die durch die Volksherrschaft bestimmt werden soll und sollte. Wenn jeder auf seine Grundrechte verzichtet, damit radikalen Gruppierungen Tür und Tor öffnet und dann hinterher sich hinstellt und sagt: "Dass er das so nicht gewollt hatte!" Dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Ich nehme meine Kinder seitdem sie auf der Welt sind mit zur Wahl und freue mich auch auf morgen, wenn meine Tochter den ersten Bundestag wählen wird. Mein Sohhn hat selbstverständlich an der Briefwahl vor seiner Abreise nach Polen teilgenommen.

Wir leben in einem wunderbaren Land. Wir haben Rechte, um die uns Milliarden anderer Menschen beneiden und treten sie mit Füßen.

Ich bitte alle Nichtwähler oder Unentschlossende.. Geht wählen! Jeder abgegebene Stimme ist eine Stimme gegen Radikalismus!

Bis Morgen an der Wahlurne-
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Dienstag, 22. september 2009
Gestern hatte meine Tochter feierliche Immatrikulation. Wie immer wurde viel geredet und es war schön, aber anstrengend!

Heute ist sie auf der Hochschulseite zu sehen! link

Ich vertrat die Landschaftsarchitekten und kam mir ziemlich blöd vor zwischen den ganzen jungen Hüpfern..

Abends gingen wir noch zum Chor!

von Stephanie - veröffentlicht in: Familie
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Donnerstag, 17. september 2009
So, nachdem ich nun schon gestern den Bericht so angekündigt hatte.. folgt nun ein hoffentlich kurzweiliger Bericht... Und um es gleich vorneweg zu sagen.... Es gibt Menschen, die das echt nicht als Sport betrachten und mich hintenrum demotiviert und sauer und traurig machen.. Aber ich denke, dass ich das schon auch sportlich betrachten darf.. Auch wenn meine Tochter und mein Hund dabei waren.

Und jetzt gehts los. Bilder sind hier

Montag 14.09.2009

Früh stehe ich auf. Ich laufe entspannt meine kurze Hunderunde.. Es steht noch viel bevor. Schon kurz nach 7 Uhr steht mein Sohn auf der Matte. Er ist aufgeregt und fiebert seiner Abfahrt nach Polen entgegen. Ich fahre schnell Brötchen einkaufen und wir gönnen uns ein letztes gemeinsames Frühstück. Freank drückt Enno noch ein letztes Mal.. und dann ist er schon aus dem Haus. Wir packen die letzten Sachen ein und hintenrum stellen wir dann Tage später fest, dass er sowohl seine Waschtasche, als auch seine überlebensnotwenidgen Tabletten vergessen hat. Typisch mein Sohn! Wir fahren gegen 9 Uhr nach Neubrandenburg. Um kurz nach 10 Uhr sind wir da und die ersten Mitstreiter kommen pünktlich an. Wir Eltern unterhalten uns und ich freue mich, dass sich die Kinder anscheinend gut vertsehen,,, Najaa Kinder.. sie sind alle über 18. Ich werde alt! Alles klappt perfekt, die Betreuerin des DRK kommt gegen viertel nach 10 Uhr an, so dass ich schon um halb 11 Uhr loskomme.. Ich fahre schnell los,. Ich will nicht losheulen.
Ich fahre zügig nach Hause, damit Mika, der Hund und ich den Zug um 12.10 Uhr nach Stralsund bekommen. Alles klappt super. Das erste Mal nehme ich den Rucksack auf meine Schultern! Er ist tonnenschwer und die Riemen an den Schultern passen nicht so recht. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass ich mich daran schon gewöhnen werde.. HAHAHA!
 Der Zug kommt.. unser Hund muss nach Vorschrift einen Maulkorb aufhaben.. Sie mag das nicht, aber mit viel Streicheleinheiten und gutem Zureden bekommen wir das Problemchen in den Griff. Viel schlimmer ist, dass ich merke, dass ich eine Blasenentzündung bekomme und alle naselang auf das Klo renne.. Na klasse! Wir fahren nach Stralsund und haben da Zeit zu Mittag zu essen. Dann geht es mit der UBB nach Swinemünde oder auf polnisch Swinoujscie. Das dauert eine ganze Weile und wir sind erst gegen 16 Uhr da. Ein wenig gerädert steigen wir aus dem Zug. Der Rucksack ist leider noch nicht viel leichter geworden, aber wir schwingen uns auf die Straße, die irgendwann in Santiago de Compostela ankommen soll. Schon am Anfang haben wir leichte Schwierigkeiten uns zu orientieren und so kommen wir nur sehr langsam voran. Wir werden in den folgenden Tagen selten schneller sein als 5 km/h, aber wir haben auch eine Mege vor uns und so trotten wir in einem uns angenehmen Tempo vor uns hin. Meine Blasenentzündung machte sich sehr bemerksam und jedes Gebüsch war meines. Nach 4,5 Kilometer verließen wir Swinemünde um kurz danach um den Golm zu laufen. Der Berg ist heute eine Gedenk- und Mahnstädte zum Andenken an die unsinnigen Opfer  des zweiten Weltkriegs. Am Golm vorbei gehen wir zur Jugend- und Begegnungstädte einen kleinen Berg hinauf. Erst mal aufs Klo um Wasser betteln und den Stempel für unser Pllger-Wegelogbuch. Inzwischen sind wir schon ganz schön müde, obwohl wir erst rund7 Kilometer gegangen sind. Der Rucksack scheuert und ich habe inzwischen schon eine ganz nasse Hose, weil ich das Wasser nicht mehr halten kann,. Jeder Schritt schmerzt und ich nehme zwei Schmerztabletten. Wir gehen weiter und verlaufen uns gleich an der nächsten Kurve. Wir eiern hin und her, es wird langsam dunkel und wir kommen nach einiger Mühe nach Garz. Dort werden wir von einer sehr netten Familie auf den rechten Weg gebracht. Wir hatten eigentlich vor bis nach Stolpe zu kommen, aber das wurde immer illusorischer. Es war inzwischen schon nach 18 Uhr und wir wussten, dass wir maximal noch 1 /45 Stunde Licht hatten. Da unsere Strecke offiziell erst ab Grenze Swinemünde begann, hatten wir schon 4,5 Kilometer mehr als ausgewiesen. Aber die fehlenden Kilometer schafften wir niemals. Das war uns bewusst. Wir kamen nach Zirchow. Ein paar Menschen kamen gerade aus dem Gelände, wo die Pilgerherberge war. Wir fragten, ob wir unser Zelt aufschlagen konnten. Der Hund war doch dabei... Aber es war kein Problem Wir bekamen eine wunderbare Herberge mit Dusche und richtigen Betten, einer kleinen Kochnische..Es war klasse. 10 Euro por Person. Der Hund kostete nichts.. Alles klasse. Ich bekam üblen Schüttelfrost nahm 2 Paracetamol und eine Ibuprofen.. Trug meinen Jogginganzug und Socken, nahm 2 Decken und wälzte mich die halbe Nacht hin und her,

Dienstag 15.09.2009

Um halb 7 Uhr kamen die handwerker und warfen uns aus den Federn. Schnell aßen wir ein wenig Lembasbrot und um 7 Uhr waren wir schon wieder auf dem Weg. Ich hatte immer noch Schmerzen, aber lange nicht so schlimm wie noch am Abend zuvor. Wir kamen gut voran, hatten langsam den Dreh raus die Karten und die Zeichen in der Landschaft zu lesen. Da wir gestern 15 Kilometer zu wenig Strecke absolviert haben, diskutieren wir, ob wir die Strecke nach Grimmen laufen können, oder, ob wir nur bis Greifswald gehen. Mika hat aber den Ehrgeiz alles zu gehen. Damit ist die Vorstellung relativ gemütlich zu gehen hin. Heute soll die Strecke von Zirchow nach Lassan gehen. Wir kommen gut voran. Bis Stolpe ist alles kein Problem. Der Hund läuft flott. Das Wetter ist super, ein Lüftchen weht und es ist noch angenehm kühl. Die Landschaft ist anspruchsvol und wir müssen Hügel hoch und runter, wir gehen stramm bis Usedom und machen dort eine längere Pause. Essen bei einem Bäcker an der Kirche zu Mittag und ich gehe zum Pfarramt um meinen Stempel zu holen. Nach einem netten Gespräch mit dem Pfarrer und mit Grüßen an unseren Pfarrer komme ich kurz vor halb 1 Uhr wieder zu Mika. Schnell noch zur Apotheke und dann gehts weiter. Wir gehen den offiziellen Weg und nach der zerstörten Brücke in Carnin finden wir einen kleine Stelle am Stettiner Haff in der wir doch noch ins Wasser gehen können. Erfrischt gehen wir nach Zecherin um dort die Insel Usedom zu verlassen. Wir folgen dem Weg und der Hund ist der Meinung, dass es für heute genug sei. Wir gehen aber immer weiter. Inzwischen haben wir rund 30 Kilometer in den Beinen. Wenn man nicht stehen bleibt geht es einem sehr gut.. Also gehen wir weiter und weiter. In pinnow wäre eigentlich eine gute Gelegenheit Feierabend zu machen. Es ist halb 5 und wir sind schon ziemlich kaputt. Laut der Beschreibung gibt es im Ort einen kleinen Imbiss und wir haben ziemlich Hunger. Außerdem brauchen wir einige Sachen zum Abendessen. Wir laufen also noch ein Stück durch das Dorf und werden sehr nett empfangen. Das wir so weit laufen kann kaum einer glauben. Wir bekommen Bockwurst, Brötchen und Eis und einige Dinge für das Abendessen. Nach 45 Minuten wollen wir wieder los. Die Rucksäcke wiegen TONNEN! Wir sind total kaputt.... Und dann.. dann meint die nette Bedinung.. Sie würde GAAAAAANZ anders laufen... Also wir, nett und gutgläubig wie wir sind, folgen natürlich der Beschreibung.. Das Problem.. es geht Kilometerlang die Hauptverkehrsstraße entlang. wir werden immer müder, mein Rucksack scheuert.. Ich denke nur darüber nach, was wir machen, wenn wir mit dem Hund kein Quartier finden.. Mika schleicht hínter mir her.. der Hund zuckt bei jedem Auto, dass an uns vorbei rast zusammen. Nein, es macht keinen Spaß... Kurz vor 19 Uhr, wir sind 12 Stunden unterwegs kommen wir in Lassan an. Vom versprochenen Campingplatz keine Spur... wieder raus aus dem Ort,  der wie ausgestorben scheint. Wir schmeißen uns fast vor ein Auto und fragen nach dem Weg.. wieder rein in die Stadt.. Einen Mann gefragt.. Er will einen Scherz machen.. und meint, dass der Platz noch 3 Kilometer weit weg ist.. Ich bekomme einen meiner üblichen Stressathma-Anfälle... ich fange an zu heulen.. wir sind 47 Kilometer unterwegs... Die Füße sind voller Blasen.. der Rücken schmerzt.. Der Wirt des Campingplatzes ist supernett! Unsere Stellplatznachbarn borgen uns Duschbad. Mika baut das Zelt auf. Ab unter die Dusche, in die Schlafsäcke, Schmerztabletten... Ich bin wie erstorben. Es ist unser zweiter Tag und morgen werden es nochmal über 40 Kilometer.. wir schlafen auf den dünnen Isomatten.. Wozu eigentlich.? Es ist steinhart und ich habe das gefühl einer Haut mir auf die Füße und den Rücken..

Mittwoch 16.09.2009

Enrico wird heute 18! Ich denke oft an Ihn und freue mich, dass ich gestern noch mit ihm reden konnte.

- Der Wirt ist leider erst nach 8 Uhr zu erreichen. so kommen wir erst kurz nach halb neun Uhr los. Wir schleppen uns so hin. Wir patschen erst mehr, als das wir abrollen. Die Rucksäcke mit Zelt und Schlafsäcken, mit Wasser und sonstigem Krimskrams sind unser Untergang.. Der Hund denkt sich ausch seinen Teil, aber wir haben uns einiges vorgenommen. rund 44 Kilometer werden es heute werden.... und wir sind jetzt schon so müde. wir sind eine Zeit am überlegen, ob wir die Hauptstraße nehmen.. aber dann entscheiden wir uns Gott sei dank doch anders. Die Strecke ist wunderschön und verläuft zwischen Federn und Waldwegen entlang. In Hohendorf machen wir unweit der Kirche unsere Mittagspause. Gestärkt trollen wir uns nach 30 Minuten weiter. Leider werden wir kurze Zeit später an der alten Hohendorfer Mühle aufgehalten. Ein Journalist schreibt einen Artikel über die Mühlen und hält unsere Geschichte für erwähnenswert. ER verwickelt uns in Gesrpäche und will unbedingt ein Bild von uns und dem Hund.. Weder Hund noch wir haben viel Lust darauf.. Aber wir sind höflch genug um nichts zu sagen.. Dem Mann stört, dass der Hund nicht schaut, dass die Sonne nicht scheint, dass sein Auto im Weg steht.. Nach geschlagenen 20 Minuten, in denen wir mit Rucksack auf dem Rücken und schmerzenden Füßen datstanden, wurden wir entlassen.. Bloß weiter. Wir nehmen uns vor nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln. Einigermaßen zügig kommen wir nach Wrangelsburg. Ein lohnendes Ziel und eigentlich ein gutes Quartier für die Nacht... Aber wir MÜSSEN nach Greifswald. Der Hund fällt fast tot um, als wir kurz Trinkpause machen. Ich rufe Frank an, und bitte ihn, dass er den Hund abends in Eldena abholen soll.. Dann kann er auch gleich das verdammte Zelt und die Schlafsäcke mitnehmen.. wir schleppen uns weiter. Bis Hanshagen ist es eine wunderbare Strecke. Toll ausgeschildert und klasse durch den Wald. Leider verliert sich die Markierung kurz vor Hanshagen, und wir machen einen zusätzlichen Umweg. Nachdem wir einen Radfahrer anhalten konnten, gehen wir ein Stück zurück in eines der zauberhaftesten Dörfer, die ich jemals hier oben gesehen hatte.. Fast alle Häuser haben reetgedeckte Dächer.. und die Straßen sind in einem Topzustand. Es macht Spa0 dort zu laufen. Von dort nach Kemnitz sind es noch rund 4 Kilometer. Es geht uns nicht besonders gut und wir wollen nur noch ankommen.. Aber noch sind es 5 Kilometer die Hauptstraße entlang nach Eldena.. Radfahrer, Skater und Autos überholen uns.. es Nervt und es wird kalt und dunkel. Mikas linker Stock ist in Lüjhmannsdorf gebrochen und sie hat eine eiskalte Hand. Ich gebe ihr meinen und halte meinen Rucksack ein wenig nach oben.. Endlich Eldena.. es zieht sich.. wir müssen ein Stückchen durch den Park und wir schwanken nur noch. Endlich sehen wir den Hafen von Wieck.. eine kleine Pizzeria ist unser letzter Anlaufpunkt. Mika bekommt Schüttelfrost und sieht nicht besonders gut aus... Bloß was essen und ein Bett. Frank kommt, holt Hund und ein großen Teil des Gepäcks ab... Einen Kuss.. Was zu essen.. und dann noch ein Bett.. Die Bedienung organisiert was in einem kleinen Hotel.. Ein echtes Bett. Wir sind so kaputt, dass wir nur noch die Treppen nach oben schwanken. Der Ober begleitet uns.. Wir müssen schrecklich aussehen... Mit letzter Not schlppen wir uns unter die Dusche.. wir hatten keine Ahnung wie sehr wir stinken.. gräßlich! Aber schnell ins Bett. Die Matratze ist genial.. aber ich habe so schreckliche Blasen, dass ich das nicht mal merke. Ich wälze mich hin und her.. und schlafe sehr schlecht..

Donnerstag 17.09.2009

Gegen 7 Uhr wachen wir auf.. Wir humpeln die Treppen hinunter. Es ist kein sehr sportlicher Anblick, Der Rucksack ist nur noch die Hälfte so schwer und trotzdem ist es furchtbar. Es gibt ein umfangreiches Frühstück, aber wir essen nur eine Kleinigkeit. Erstaunlicherweise haben wir kaum Appetit. Wir suchen einen Laden um Mika ein paar neue Stöcker zu kaufen. nach dem Bahnhof finden wir einen Aldi.. ich bin der Meinung, dass, wenn der liebe Gott es will, wir ein paar Stöcker bekommen.. und tatsächlich.. Das letzte Paar liegt noch da. Nun machen wir uns auf die letzten 30 Kilometer. Das erste Mal, dass wir ein Schild sehen, dass den Jakobsweg zeigt.































Hurra, wir haben schon 1 / 35 tel... Der kommenden Weg ist, bis auf den Schluss perfekt.. Es ist kühl, so dass wir unsere Jacken anziehen und gut vorankommen. Wir laufen so vor uns hin, reden zusammen und schweigen zusammen. Wir begegnen Kilometerweit niemanden und manchmal könnte man vergessen, dass man unweit der Zivilisation sind. Die Füße schmerzen.. permanent gehen bei mir Blasen auf.. es nervt ein wenig, besonders. als auf einmal der Schuh am Knochel anfängt zu drücken. Ich laufe mit schmerzverzehrter Mine, aber wir sind auf der letzten Etappe.. Ich wünsche mir einen Engel, der kommt und die Strecke verkürzt, oder einen Samariter, der mich trägt, aber weder das eine noch das Andere trifft ein. In Horst besuchen wir die Kirche, essen zu Mittag uns besuchen den Pfarrer. Er ist selbst die letzten 1000 Kilometer gegangen und es war ein nettes Gespräch. Nochmal den Rucksack auf den Rücken. Ich mag nicht mehr, Mika schanuft und stöhnt.. Es ist elend.. Wir laúfen auf über eine Brücke über die B96, die Heimat ist nah.. wir fangen an singtechnische Atemübungen zu machen.. Ich erzähle Anekdoten aus meiner Wanderzeit mit meinen Eltern.. Wir sind geistig müde und erschöpft... Die letzten Kilometer geht es über eine Betonpiste, aus Lochsteinen.. Es läuftsich bescheiden.. wir wissen nicht wohin.. In Grimmen angekommen, verlaufen wir uns wieder.. Wieder ein Stück zurück... Der Zug soll so gegen 15:15 Uhr ankommen.. Wir drücken aufs Tempo, bloß nicht noch 1 Stunde auf dem Provinzbahnhof warten müssen. Die Bahnhofstraße scheint hundert Kilometer lang zu sein.. Sie nimmt und nimmt kein Ende.. Wir kommen endlich an.. Kaufen die Fahrkarten. Der Zug hat etwas Verspätung.. Wir haben es geschafft! Eine Frau macht ein Foto von uns, das Einzige, was wir zusammen von uns haben.. Wir sind echt glücklich!
































Wir haben es geschafft. Etwas mehr als 132 Kilometer in 27 Stunden. Das ist nicht schnell... Aber wir sind stolz auf uns!


Nachtrag:

Wir hatten super Glück mit dem Wetter gehabt. Manchmal war es ein wenig warm, aber im Großen Ganzen waar es genial.

Wir haben für uns eine kleine Liste an No-Goes oder Goldenen Regeln erstellt.

  • Nie mehr als 30 Kilometer, wenn ich mehrere Tage gehe
  • Socken, möglichst mehrmals getragen
  • Nie mit Zelt
  • So wenig Gepäck wie möglich
  • Den rucksack probetragen
  • Ein GPS dabei haben kann Kilometerweite Umwege ersparen
  • Nie unter Zeitdruck
  • Setze dir kleine Ziele
Wir laufen weiter den Jakobsweg, das steht fest. Voraussichtlich Im März werden wir das nächste Stück von Grimmen nach Bad Doberan (rund 100 Kilometer) gehen.. und wenn alles gut geht will ich mit 65 in Santiago de Compostela ankommen.. Aber das alleine wird Gott in seiner Gewalt haben.

Dank an meine Tochter, die mir so eine gute Begleiterin gewesen ist.
von Stephanie - veröffentlicht in: Der lange Weg nach Süden
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Sonntag, 13. september 2009
Seit 11 Tagen habe ich nun nicht mehr Bericht erstattet.. habe mich durch Hohen und Tiefen meiner Erkrankung gequält und habe noch tausenderlei andere Dinge getan. Heute will ich ein wenig zurückblicken und einen kleinen Ausblick auf die folgenden Tage geben... Denn Großes steht bevor.

Donnerstag 03.09.2009

Wir fahren nach Rostock zu IKEA. Mika braucht Möbel und wir müssen erst einmal Vorschau leisten. Also brausen wir nach Rostock und schauen uns Dutzende Schränke, Sofas, Bürostühle und Schreibtische an. Der Einkauf ist anstrengend und mühsam.. mir wird schnell schlecht und ich habe Schweissausbrüche. Es ist nicht sehr amüsant.. Außerdem wie immer bei dem Möbelhaus mit blau-gelben Schild wie immer sehr teuer.
Anschließend fahren wir nach Neubrandenburg um den Schlüssel der Wohnung in Empfang zu nehmen.
Noch Rück und Roller werden besucht um die Schankwahl einzuengen. Schränke sind echt teuer und ich bin froh, dass ich nicht vor solch eine Wahl gestellt werde.
Nach Hause...
Walken mit dem Hund und dann falle ich wie ein Stein ins Bett

Freitag 04.09.2009

Wir sind schon früh unterwegs nach Neubrandenburg. Heute soll das Schlafzimmer gestrichen werden. Bisher in einem sehr weiblichen rosa gestrichen, soll es nun grün werden. Erst einmal in die Hochschule und dann noch mal zu Roller, den ausgewählten Schrank bestellen. Dann in die Wohnung. Kisten schleppen. Wieviel Kram hat mein Kind denn in den letzten Tagen angesammelt`??? Sieben Kisten und Tüten müssen wieder nach oben geschleppt werden. Wir machen es in Etappen, was sich als sinnvoll herausstellt. Ich räume die Küche ein, in der Zeit, in der Mika schon anfängt die Decke und den Boden abzukleben. Dann rühren wir die Farbe an. Es wird ein helles Krankenhausgrün. Ich finde es zu blaugrün.. aber egal. Mika gefällt es und gut. Ich mache Milchreis und wir stellen fest, dass noch ein großer Topf fehlt, ein Mülleimer und und und.... Wir essen und streichen das Zimmer. Gegen 17 Uhr ist der erste Anstrich fertig. Nun soll das grün dunkler angerührt werden. Leider reicht die Abtönfarbe hinten und vorne nicht. Also fahren wir in den nächsten Baumarkt. Der Laden ist die letzte Apotheke.. wir besuchen den nächsten.. Neubrandenburg hat ja etliche davon.. Wieder geben wir an die 100 Euro aus.. Es läppert sich. Um 18 Uhr sind wir in der Wohnung. Grün anrühren.. nun sieht die Farbe aus wie ein Operationssaal.. Ich bin sehr sehr skeptisch.. und mache meiner Skepsis Luft... Meine Tochter wischt die Farbe mit einem Streichwerkzeug auf die Wand. Es sieht eigentlich nur wild und konfus aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das beruhigen soll. Wir beratschlagen, was wir machen und einigen uns darauf, dass in der Ecke, in der nun schon dunkelgrün ist, einen breiten dunkelgrünen Streifen zu machen und auf ein Meter Höhe einen grünen umlaufenden Fries zu malen. Darüber soll goldene Farbe getupft werden, die ich noch habe. Gesagt getan. Mika satreicht ich tupfe. Um 19 Uhr merke ich, dass das Gold nicht reicht. Also rase ich quer durch die Stadt zu Praktika... nur die haben das Gold.. zurück in Rekordzeit. weitertupfen. Es wird schon dunkel, also erst einmal die Lampe anschließen. Todesmutig auf die Leiter, Sicherung raus.. Lampe ran.. Sicherung rein.. Lampe geht nicht.. Abisolieren.. Sicherung raus, Lampe ran, Sicherung rein, Lampe geht.. Abdeckung rauf, Lampe geht nicht.. wir suchen den Wackelkontakt.. gegen 20 Uhr geht die Lampe und wir streichen und tupfen... um 21 sind wir fertig.. Aber Mika will noch die Möbel zusammenbauen. Gegen 22 Uhr machen wir das Licht aus und fahren nach Hause. Ich bin total erledigt.

Samstag 05.09.2009

Schon früh bin ich mit dem Hund unterwegs um die Zeitung auszutragen. Einkaufen und Haushalt steht heute an. Am Nachmittag walke ich noch eine Runde mit dem Hund.
Enrico braucht noch einige Dinge für Polen. Also fahren wir noch Einkaufen.

Sonntag 06.09.2009

Haushalt und Walken... Nachmittags gehen Mika und ich zu Harry Potter ins Kino.

Montag 07.09.2009

Wir sind wieder unterwegs nach Neubrandenburg. Corinna hat heute ihre Verteidigung und ich bin gerne Gast. Die Kinder nutzen die Gelegenheit um Freund einzusammeln und zu besuchen. Enno ist bei John und Mika bekommt Besuch von Max, der uns einige Tage besuchen wird. Wir basteln noch ein wenig in der Wohnung rum, um dann zum späten Nachmittag zu Hause zu sein. Die erste Chorprobe des Wintersemesters steht an. Es wird anstrengend.. Wir singen den Messias von Händel und quälen uns durch die ersten unbekannten Stücke. Um 22 Uhr sind wir endlich im Bett.

Dienstag 08.09.2009

Ich walke eine große Morgenrunde mit dem Hund. Mir geht es so gut, dass in meinem Kopf eine Idee reift.. aber noch ist nichts spruchreif. Als ich nach Hause komme, erwartet mich ein wunderbares Frühstück, mit Ei und Orangensaft. Luxus.. sonst gibt es nur eine Schale Kellogs!
Wir fahren nach Rostock-Warnemünde und genießen die letzten Spätsommertage. Natürlich holen wir uns einen fetten Sonnenbrand. Noch in die Stadt. Max war noch nie hier oben.. Es ist nett, aber anstrengend. Spät sind wir zu Hause.

Mittwoch 09.09.2009

Es wird warm.. Morgens meinen Walk mit dem Hund. Frühstücken mit den Kindern. Wir wursteln am Haus rum. Nachmittags gehe ich mit dem Lauftreff walken. Ich spreche mit Mika über meine Idee, doch noch in diesem Herbst die erste Etappe des Jakobweges von Swinemünde nach Santiago de Compostela in Angriff zu nehmen. Ich plane 5 Tage für die Strecke von Swinemünde nach Rostock ein. Leider wird mir schnell ein Strich durch die Rechnung gemacht. Der kommende Freitag ist schon wieder verplant. Also planen wir hin und her, um dann den kommenden Montag als Startdatum anzuvisieren und bis Donnerstag nach Grimmen zu kommen. Wir sitzen stundenlang am Rechner und tüfteln über die Route und den Zeitablauf nach. Für mich steht schon von anfang an fest, dass ich den Hund mitnehmen will und das ich im Zelt schlafe.. Nachdem nun klar ist, dass Mika mich begleiten will, telefoniere ich mit Thomas, ob er mir seinen Rücksack leihen kann. Alles geht klar und im Gegenzug, bittet er mich doch das Geschenk für Herbert zu besorgen. Mache ich selbstverständlich gerne....
Ich lasse mich in die Vorfreude des Pilgerns fallen.. und denke über das was kommen wird nach.
Am Abend walke ich mit meinen Frauen und erzähle von meinen Plänen.
Als ich nach Hause komme, springe ich schnell unter die Dusche.. wir wollen noch ins Kino und uns Wicky ansehen. Gut unterhalten kommen wir gegen 22 Uhr nach Hause.

Donnerstag 10.09.2009

Nach dem morgendlichen Walk mit dem Hund frühstücken wir. Wir fahren wieder nach Neubrandenburg. Max muss nach Hause, auch sein Studium fängt an und Mika hat Wohnungsübergabe. Morgens stelle ich fest, dass der Hund nicht geimpft ist und wir noch mit ihr zum Tierarzt müssen. Gräßlich... die Zeit rennt uns davon. Ich plane die Tage bis Montag ein. Es ist zum verrückt werden.. Ich habe zu wenig Zeit. Um 11 Uhr fahren wir los. Mika hat ihren Wohnungsschlüssel vergessen.. wir fahren also wieder zurück, gut, dass wir genügend Zeit eingeplant haben. Erst zum Bahnhof, dann in die Wohnung. Wir müssen noch in die Hochschule und unseren Papierkram regeln. Es dauert und dauert. Wir wollen auch noch Bücher ausleihen. Die Bücherliste für das kommende Semester ist ellenlang.. Mika kann kaum glauben, dass sie das alles lesen wird. Wir fahren erneut in die Wohnung um die Bücher abzuliefern. Dann suchen wir Enno. Der geht nicht ans Telefon. Manchmal ist es zum Mäusemelken. Wir treffen john, der uns sagt, dass Enno noch auf dem Hof ist. Gegen 16 Uhr sind wir zu Hause. Der Hund ist nicht da und ich will um 18 Uhr mit Bäürbel walken. Ich hasse zeitdruck. Wir rasen zu jedem Acker, den wir finden können. Am Kaisergarten finden wir endlich den Hund, gehetzt fahren wir zum Tierarzt, natürlich ist es voll und wir dürfen uns eine Standpauke anhören, weil der Hund nicht durchgeimpft ist. Also alles impfen, für Pferde und Katzen auch noch Impfstoffe 132 €.. Puh. Ramona noch schnell abholen, Punkt 18 Uhr sind wir bei Bärbel am Bahnhof. Es ist sehr schwül und wir walken so vor uns hin. Ich mag die Walks mit Bärbel. Es ist unterhaltend und gerade so anstregend, dass wir ein wenig ins Schwitzen kommen. Abends noch ein wenig lesen. Ich bin todmüde.

Freitag 11.09.2009

Morgens walken und dann gehe ich einkaufen. Wir wollen noch heute zu IKEA um die Couch zu besorgen, damit Frank die am Sonntag nach Neubrandenburg fahren kann. Außerdem noch das Geschenk für Herbert besorgen. Wir fahren also mit Franks großem Auto nach Rostock und suchen ein Bekleidungsgeschäft bei dem ich mir eine Bluse kaufen wollte. Wir fahren trotz Google maps hin und her und finden den Laden nicht. Nach einigem fragen, finden wir wenigstens die Straße, aber keinen Laden. Die letzte Auskunft, die wir erhalten heißt dann, dass der Laden zugemacht hatte.. Danke Internet. Völlig falsche Info!
Wir fahren weiter durch Rostock, besorgen das Geschenk und verfahren uns wieder auf dem kurzen Weg nach IKEA... Dank Google Maps!
Aber einmal fragen und wir finden den Weg. Mittagessen, Sofa kaufen und noch den Kleinkram, den man (besonders frau) eben immer so mitnimmt. Um 18 Uhr sind wir wieder zu Hause. Ich walke noch eine Runde mit dem Hund. Es ist gut, dass endlich Feierabend ist.

Samstag 12.09.2009

Ich treffe mich nach dem Zeitungsaustragen mit Antje Wunderlich in Loitz. Dort gab es in der vergangenen Woche eine Kunstinstallation, die auf den Ladenleerstand aufmerkasam machen möchte. Die Fenster der Läden werden dazu mit farbigen Leinwänden verhängt. Leider ist nicht mehr viel zu sehen. Wir gehen quer durch das Städtchen und fotografieren munter drauf los. Um 11 Uhr findet eine lange Tafelstatt. Hier sollen alte und junge Menschen an einen tisch gebracht werden, um gemeinsam zu essen und zu reden. Damit soll die Kommunikation zwischen den Generationen angeregt werden. Wir finden die Idee so großartig, dass wir überlegen so etwas in Neubrandenburg aufzuziehen. Um halb 1 Uhr fahre ich nach Hause, backe schnell noch einen Kuchen, um dann um 14 Uhr zur Chorprobe zu fahren. Es ist wie immer sehr nett.

Ich fuhr schnell nach Hause, räumte meinen Schrank aus und den rucksack ein. Bei jedem Stück überlegen wir, was Sinn macht und was nicht. Um kurz vor 19 Uhr fahre ich nach Gnoien um ein wunderbares Konzert zu hören. Die Gruppe Thios omilos bestehend aus fünf ehemaligen Thomanern, die ein unterhaltsames gemischtes Programm anbieten. Der erste Teil besteht aus geistlichen acapella Gesängen, und der zweite aus Evergreens der Comadian Harmonists und der Beatles. Sehr eigenwillig undgekonnt interpretiert. Vielen Dank für diesen schönen Abend.

Sonntag 13.09.2009

Ruhetag.
Ich schmeiße früh meine Familie aus den Betten und lasse sie nach Neubrandenburg Möbelschleppen fahren. Ich räume auf, backe Lembasbrot und gehe mit dem Hund meine Standardtrunde. Ich schaue entspannt fern und schreibe an diesem Artikel. Gegen 12 Uhr kommen Mika und Frank kurz nach Hause um zur Mela zu fahren. Ich verabschiede sie und freue mich auf einen freien Nachmittag. Die Nachbarsrochter kommt kurz zu Besuch und erzählt mir den letzten Klatsch. Es ist Sonntag!

Vorschau

Morgen früh fahre ich meinen Sohn zum Treffpunkt, damit er nach Polen gefahren wird.. Es heißt Abschied nehmen. Danach werden Mika und ich mit dem Hund nach Swinemünde fahren, um von dort nach Westen zu pilgern, Für den Montag haben wir uns 19 Kilometer vorgenommen. Für Dienstag 36, MIttwoch 44 und Donnerstag 30. Wir werden sehen was passiert. Aber hauptsache, dass es nicht regnet.

Alles wird gut!

von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Mittwoch, 2. september 2009
jedenfalls röchel ich.. Ich bin so schnell atemlos, dass ich es schon fast wieder lustig finde. Manchmal hört sich meine Stimme an, als hätte ich Helium genommen... Ganz piepsig und hoch, dann wieder ganz dunkel und erotisch! Naja ich bin ein wenig wie Jeckyll und Hyde!
Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut. Ich mache jeden Tag ein wenig, nachdem ich mich am Montag schier zu Tode gelangweilt habe.
Gestern holte ich meine Tochter aus Templin ab und heute machte ich mal Büroarbeiten.. Aber nach 4 Stunden bin ich total groggy... Dann erst mal ins Bett! Nach meinem Mittagschlaf bin ich dann 1 1/2 Stunden zum Kaufland getrottet.. Normalerweise eine Sache von einer Stunde! Naja, so fit bin ich eben doch noch nicht. Aber ich merke, dass mir das Gehen gefällt und ich eben mein Tempo gehe, auch wenn es Schneckentempo ist.

Sonst ...? Ich mache jetzt Feierabend!
von Stephanie - veröffentlicht in: Alltagsgeschäft
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Sonntag, 30. august 2009
War die letzten Tage angesagt.. Und ich muss sagen, dass ich alt werde. Es nervte, dass die Jungs, die schon seit Freitag übernachteten es nicht schafften ihren Müll wegzuräumen, dass sie nicht mal in der Lage waren einen Kaffee zu kochen und und und..

Man wird mit dem Alter nicht unbedingt gelassener.

Was sehr schön war, dass sowohl mein Bruder und Schwägerin, als auch meine Eltern den Weg nicht gescheut hatten und wir Abends mit meinen Schwiegereltern gemeinsam grillten und wir uns nicht durch die permanente schlechte Laune stören ließen.

Heute war dann das schöne Festkonzert.. Es war sehr nett und ich genoss jeden Moment, auch wenn ich seit drei Jahren das erste Mal nicht mitsingen konnte. Aber ich habe Morgens nun gar keine Stimme mehr und das Atmen fällt mir total schwer. Meine Runden mit dem Hund sind kurz und sehr langsam,... so brauche ich für 1,9 Kilometer 23 Minuten und schnaufe dabei wie eine Lokomotive. Aber ich bin trotz allem guter Dinge, dass ich über kurz oder lang wieder schneller laufe.

Gewicht 108,5 Kilo

Trotten 2 x 1,9 Kilometer a 23 Minuten
von Stephanie - veröffentlicht in: Familie
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Freitag, 28. august 2009
Perikarditis...

Heute Morgen laufen.. nur 5,5 Kilometer, aber ich brauche fast 1:10 Minuten. Ich habe Schmerzen in der Brust und üble Atemnot.
Dann zum Röntgen. Dann der Hammer. Ich habe Perikarditis!!! Zu Deutsch Herzbeutelentzündung! Entstanden durch Sport und einer verschleppten Grippe oder Erkältung. Sport die nächste Zeit??? Fehlanzeige.. Am liebsten würde dier Ärztin mich für 4 wochen krankschreiben und auf eine einsame Insel schicken. Ganz im Ernst! Und das gerade jetzt, wo ich anfange wieder meine Ernährung umzustellen.. Aber ich werde ganz vorsichtig mit dem Hund spazieren gehen.. und eben wenigstens eine Woche nicht joggen oder schnell walken. Geht zur Zeit eh nicht .. ich bin völlig fertig, wenn ich nur Wäsche aufhänge.

So.. volle Breitseite.

Gewicht 109.1

Walken 5.5 Kilometer
von Stephanie - veröffentlicht in: Befindlichkeiten
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Donnerstag, 27. august 2009
was einen sich fühlen lässt, als wäre man vom Bus überfahren worden, hat mich seit ein paar Tagen erwischt. Anfänglich dachte ich, dass ich nur so geschafft vom Berlin-Lauf sei, was aber verwunderliche wäre, da ich ja öfter 10 Kilometer laufe. Aber seit Sonntag zerfällt meine Kondition zusehends.

Am Montag bin ich noch 12 Kilometer, am Dienstag 9 und am Mittwoch auch gelaufen.. aber heute geht nur noch eine kleine Hunderunde von 5.5 Kilometer und Abends falle ich schon beim ersten Hügel fast um.
Seit Montag habe ich eine belegte Stimme und morgens keine mehr. Dazu kommt so ein doofer Reizhusten, permanente Kopfschmerzen und Halsweh.. Dann noch Schüttelfrost, auch wenn ich eigentlich schwitzen müsste.. Nein, es geht mir nicht besonders, und nach dem morgendlichen Lauf von kurz nach 6 Uhr und dem Einkauf, falle ich wie eine Tote in mein Bett. Mittags telefonierte ich mit meinem Bruder und der meinte ich solle doch mal zum Arzt gehen. Wegen Schweinegrippe.. Na gut, also meine Bekannte angerufen, mit superwackligen Knien und einer FLEECEJACKE ins 34 Grad warme Auto... Knapp eine halbe Stunde wartete ich.. Sie schaut mir in den Hals.. super Angina.... und beim Abhorchen ein blödes Geräusch in der Lunge.. mit einem Berg von Medikamenten und einer Überweisung zum Lungeröntgen, dem guten Ratschlag nicht zu viel zu laufen, wurde ich entlassen. Wieder zu Hause falle ich wieder ins Bett und schlafe 2 Stunden...

Um 18 Uhr einen kleinen Walk mit meiner Lauffrundin Bärbel.. Ich komme mir vor, als hätte ich einen Marathon auf den K2 absolviert.. ich bin total kaputt.. Duschen , einen kleinen Salat.. ab ins Bett.. heute werde ich nicht alt!

Gewicht 109.7

Strecke 5,5 und 4,9 Kilometer

gesparte Kalorien 900
von Stephanie - veröffentlicht in: Befindlichkeiten
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Mittwoch, 26. august 2009
hat leider keinen Sinn!

Nachdem ich mich wirklich und wahrhaftig rund 6 Monate nicht gewogen hatte... Mir keine meiner neu gekauften Hosen mehr passten.. und ich mich schon wochenlang gequält habe.... Also lange rede, kurzer Sinn... ich habe seit März ungelogen 20 !!!!!!!!!! Kilo zugenommen... Trotz Sport.. aber eben.. Eis, Sahne, Butter... Schoki.. muss ich weiter reden?.. ich habe Freunde, die ich hier gefunden hatte, beiseite geschoben und mich selbst verleugnet.. Es gibt viele Gründe warum ich mich nicht kontrollieren konnte.. aber ich will keine Ausreden mehr.. ich stelle mich nun meinem Problem und denke ernsthaft über eine professionelle Beratung nach.. Denn, dass ich abnehmen kann, habe ich ja im letzten Jahr bewiesen..
Am Anfang des Jahres hatte ich mir einen Hintergrund gebastelt.. was ich alles so schaffen will.. und bisher habe ich NICHTS davon in die Reihe bekommen...
Ich denke ich muss das noch mal überdenken...

Sport heute morgen 8.6 Kilometer Walken in 1:25 Stunden.



von Stephanie - veröffentlicht in: Abnehmen
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