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11. März 2012 7 11 /03 /März /2012 10:17

Ich bin ein Nörgler! Ich habe irgendeine Antenne in mir, die mir schnell die Schwächen eines Menschen zeigen. Das ist sicher vom Grunde her gar nicht so übel,aber wenn ich einen Menschen nicht so schätze, oder wenn ich denke, dass ich genervt bin.. dann bin ich wie eine Mistmade und wühle immer weiter in der Wunde. Das nervt mich (die Anderen sicher noch viel mehr!), aber ich kann es kaum abstellen.

Anders sieht es aus, wenn ich eine Art moderene Jeane d'Arc darstellen möchte und ich mich als Rächer der Schwachen und Unterdrückten hinstelle... dann heiße ich Vieles gut, besonders wenn diese "Unterdrückten" von allen Seiten angefeindet werden. (Meine Kinder sind da immer außen vor! Sind ja Meine ;-) ) 

Aber in letzter Zeit merke ich, dass es mich anwidert, wenn alles, aber auch wirklich allies hyperperfekt sein muss. Obgleich ich selber alles "richtig" machen will, merke ich, dass das einen kolossal unter Druck setzt und ich in eine ungesunde Form der Totalverweigerung trete. Um was geht es?

Stell dir vor, du backst einen Kuchen (kann auch sein, du malst ein Bild, singst ein Lied, gehst mit dem Hund spazieren, tapezierst deine Wände,... oder oder oder!) Dann zeigst du stolz das deinen Liebsten, Freundin Chef, Mutter, Bekannten.. egal! Es wird genörgelt! Ja, sehr schön ABER! Der linke Keks ist dicker, der tonwar schief, derHund soll an die Leine, die Tapete hätte ein wenig gelber sein können... Das ist doch krank! Und wir reden hier nihct um Verfehlungen die den Weltfrieden bedrohen, sondern um Kleinigkeiten, die völiig banal sind. Letztens habe ich auf so eine Nörgeltirade nur gesagt:" Schränkt es dich in deinen Lebensumständen ein, wenn das so ist?" Derjenige war völlig perplex,. ich drehte mich um und ging (dabei heulte ich wie ein Schlosshund!) Das kann doch nicht Sinn und Zweck des Lebens sein, dass man nur nach dem sucht (und natürlich auch findet) was eine Sache mies macht. Uneingeschränkte Freude? Gibt es das noch? Diese Umstände führen vermehrt zu Depressionen, Burn outs, Selbstmordversuchen und gescheiterten Beziehungen. Weil man nicht genügen KANN, auch wenn man es will! Diese Sucht und Suche nach dem "perfekten" Etwas, vergällt die Annahme, des wirklich "perfekten" Moments, wie er gerade jetzt ist...weil die Sonne scheint, ich eine tolle Musik höre, das Haus ein wenifg ordentlicher ist, als normalerweise, das nicht das Telefon klingelt,ich jetzt diese Schreiberei machen kann... Ich will mir den Augenblick nicht verderben lassen, durch den Umstand, dass gerade JETZT vier riesen Trecker bei uns am Haus vorbei rasen, eine Wolke am Himmel erscheint, das telefon klingelt. Es ist wenigstens einmal am Tag gut so wie es ist!

 

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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Kommentare

Kiat Gorina 03/13/2012 09:47

Schön geschrieben!
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Willst du wissen, wieviele Leserinnen ich an einem Freitag allein aus Schweden hatte? Weit über hundert! Mehr Infos findest du hier: http://0z.fr/4L07k

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  • Landschaftsarchitekturstudentin mit einem Hang zum Übergewicht!
 Aber jetzt wird alles besser! Ich laufe den Pfunden davon!
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