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19. Mai 2012 6 19 /05 /Mai /2012 12:09

Seit ein paar Wochen mache ich mich aus diesem und jenem Grund rar.. und ich denke mir, dass es auch ganz gut so war und ist. Nun häufen sich in den letzten Tagen die kleinen Katastrophen und wir sind am überlegen den Hof aufzugeben. Aber soweit sind wir dann doch noch nicht. Das Alles spielt hier im Grunde eine untergeordnete Rolle, aber das Kernthema betrifft es denn dann doch. Es geht um Hilfe.. Hilfe.... ist ein schwieriges Thema! Seit ein paar Tagen diskutieren mein Mann und ich dieses Thema in seinen Abwandlungen und wie es dann ja mit allem ist, mit dem man sich intensiver beschäftigt.. es läuft uns überall über den Weg. Zeitung, Fernsehen, im Bekannten und Freundeskreis.

Nun fing das Thema aus einem Grund an, der uns jetzt noch banaler erscheint, als zu Anfang, daher sei er unerwähnt, aber es stieß uns auf, dass wir ein Generation der Jammerlappen sind. Im Ernst! Es geht immer nur:" Ja, wenn meine Eltern, der Staat, meine Freundin, das Wohnungsamt, meine Kinder, mein Mann, mein.... mir geholfen, in einen besseren Start ins Leben oder oder oder geholfen hätte! DANN!" Ja, dann wäre alles einfacher, besser, ich wäre glücklicher, reicher, schöner, dünner, talentierter.. STOP!

Alles Unsinn!

99,999 % aller Probleme machen wir uns selber und/oder wir sind der Meinung, dass wir ohne/mit/sowohlalsauch.. wir nicht mehr leben können. Letztens ist mein Auto mal wieder verreckt! Ich heule Allen (aber wirklich ALLEN!) die Ohren voll.. Ich armer Mensch! Und habe mich ganz schnell organsiert und das funktionierte überraschenderweise hervorragend. Handy weg? Super, man kommt zum Zeitung lesen. Schlechtes Wetter.. himmlisch.. einfach mal NICHTS machen und ausruhen und Kraft tanken. Unzulänglichkeiten haben echtes Potential, wenn... ja, wenn man nicht aufgibt, und dem augenscheinlich Negativem das real Positive abzugewinnen.

Problematisch scheint es zu sein, wenn Hilfe gegeben wird und der Mensch sich nur darauf verlässt. Da ich selbst einige Zeit ohne Arbeit war, weiß ich, dass es immer schwieriger wird, sich in den regulären Arbeitsprozess einzubinden. Man bekommt so eine Art ungesunden Phlegmatismus. Man hat dann so einen Trott in dem man lebt, und die Veränderung mehrere Stunden aus dem Haus zu sein, erscheint Einem, als schier unmöglich. Und dann ist die Hilfe zum Leben, nur noch eine Stütze zum Überleben.

Ähnliches scheint sich mir in den Entwicklungsgebieten aufzuzeichnen. Die wohl "wohlgemeinte" Hilfe, versickert in seltsamen Kanälen, und selbst hochrohstoffreiche Länder schaffen es nicht, ein geregeltes Gesundheits- und Bildungssystem zu etablieren. Das erschüttert mich und lässt die Menschen in uns unvorstellbarer (ich wollte schreiben Armut und Trostlosigkeit, aber das sind nicht die Worte, dich dafür verwenden möchte, da es noch viel mehr ist) Art und Weise dahinvegetieren. Aber ich denke, dass wir hier unseren Lebensstandart (der häufig nicht nachamenswert erscheint) anderen aufdrücken wollen.

Das wir Nationen unterstützen, in denen die Regierungen die Menschen wissentlich verhungern lassen. Die für Terror unter der Zivilbevölkerung sorgt, und es nicht schaffen WILL, dass der Bürger des Landes einfach seinen Bedürfnissen folgen kann. (Zu allem Überfluss werden dann noch deutsche Spenden völlig sinnlos verpulvert, aber das ist eine andere Geschichte!) Die sogenannte Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert hauptsächlich wohl deshalb nicht, da die Lebensansichten so unterschiedlich sind.. Denn, wenn man sich Bilder von Slums in Lateinamerika, Asien oder Afrika ansieht, dann haben viele Menschen keine genügenden sanitäre Anlagen, aber auf jeder zweiten Hütte steht eine SAT-Anlage.. Bedürfnis?

 

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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Kommentare

simoni 07/02/2012 16:24

Ein Artikel der mich sehr nachdenklich werden lässt. Du triffst da einen guten Punkt, denke ich. Dabei ist mir schon ein mal aufgefallen, dass ich ausgerechnet dann "erfolgreicher" gewesen zu sein
scheine, wenn ich mich eben nicht auf fremde Hilfe verlassen konnte. Ich denke da beispielsweise an meinen Schulabschluss oder an mein Examen. Letztlich konnte ich mich da nur allein auf mich
verlassen, und wie gut ist mir das gelungen?
Danke für diese Anregung. Diese werde ich mir noch eine Weile weiter durch den Kopf gehen lassen.

Einen lieben Gruß

Simoni

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