Früh war ich schon mit dem Hund unterwegs. Frank machte derweil ein schönes Frühstück und nachdem die erste Zeitungen bei ihren Empfängern angekommen waren genoss ich den Moment mit meiner Familie. Nach einem arbeitsreichen Vormittag, ging es um kurz nach halb 1 Uhr zur Generalprobe. Wie immer sind die Generalproben mehr als seltsam. Man singt so kreuz und quer und ein wenig die Solisten und am Ende merkt man alles, was eben so schwierig noch ist.
Um halb 3 Uhr war die Probe zu Ende und wir fuhren noch zu einer ruhigen Kaffeestunde nach Hause. Es war sehr lustig und entspannend. Ich bügelte noch Hemden und Röcke und um kurz vor halb 5 Uhr ging es zurück zur Kirche. Ich war sehr angespannt und ein kleines Missverständnis brachte mich ein wenig aus der Fassung, aber das konnte schnell ausgeräumt werden. Durch einen feinen Sprühhregen ging es in die Kirche. Es wr sehr gut gefühlt und alle waren sehr neugierig auf uns... und wir auf die Anderen.
Die ersten Noten der Ouvertüre erklangen und ich war gleich gefangen genommen. Der wunderbare Tenor Jam Hübner intonierte das "Tröstet Zion", seine wunderbare Stimme füllte die ganze Kirche aus. Es folgte das Alle Tale macht hoch und erhaben und dann kam unser erster Einsatz. Mit einer Sangeslust erscholl der Alt und der Chor antwortet mit Inbrunst. So ging es auf und ab. Einbrünstige Gebete wechselten sich mit unglaublichen Chorsätzen ab. Thomas hat das Werk ein wenig zusammengestrichen um niemanden über Gebühr zu belasten. So war es sehr kurzweilig und unterhaltsam. Als das Halleluja erklang, musste ich nochmal tief Luft holen, um nicht vor Rührung los zu heulen. Es folgte noch eine Arie der Sopranistin Mareen Roederer aus Rostock und dann kamen schon die letzten beiden Stücke. Nachdem das Amen verklungen war, herrschte scheinbar minutenlange Stille. Wir hielten alle die Luft an. Es war eine Spannung, die zum greifen war. Als Thomas die Arme sinken ließ, merkte ich erst, wie sehr ich geschwitzt war. Die Zuschauer waren sehr angentan, applaudierten und standen auf... Thomas betrat mehrmals die Bühne... es gab die obligaten Blumen und auf einmal sagte Thomas etwas, was wir noch nie gemacht hatten... Es gab eine Zugabe.. Wir sangen nochmals das "Halleluja"..
Die Zuschauer applaudierten und wir verließen die Kirche.. Ich war völlig glücklich.. so glücklich, wie schon seit Wochen nicht mehr. Aber es ging nicht nur mir so.. alle kamen mit freudig erregten Minen in das Gemeindehaus. Frank hatte mehr als eine Träne vor Rührung im Knopfloch und das ging ihm nicht nur ihm alleine so.. Es war wunderbar!
Anschließend gab es noch ein fantastisches Buffett... jajaja.. Wenn wir was können, dann Buffetts gestalten (und zu vernichten!). Satt, zufrieden und glücklich sitzen Frank, Mika und ich nun mit einem Glas Sekt vor dem Fernseher.. und finden uns großartig...
Hallo Thomas!
Danke, ihr seit WUNDERBAR...
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Artikel vom 30.11.2009 Großes „Halleluja“ hallt durch St. Bartholomaei |
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Von Stefan Hoeft Demmin. In ein großes „Halleluja“ gipfelte der Samstagabend in Demmins St.-Bartholomaei-Kirche, und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn zum einen erfüllte das Publikum das Gotteshaus am Ende des diesjährigen Adventskonzertes mit tosendem Applaus, so dass die Musiker um eine Zugabe nicht herum kamen. Zum anderen bestand die Zugabe eben genau aus dem gewaltigen „Halleluja“-Chor des „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Dass Demmins Kantor Thomas Beck für die Aufführung dieses Werk und diesen Barock-Komponisten wählte, kam nicht von ungefähr: 2009 jährt sich Händels (1685-1759) Tod zum 250. Mal und der „Messias“ stellt sein wohl berühmteste Hauptwerk dar – ein Oratorium für vier Solisten, Chor und Orchester. Diese Besetzung wiederum entspricht der Tradition der bisherigen Adventskonzerte in der Hansestadt. So konnten die um die 600 Zuhörer auch bei den rund 150 Musikern in St. Bartholomaei viele bekannte Gesichter und Stimmen sehen beziehungsweise hören: Das fing beim seit Jahren mit Demmin eng verbundenen Preußischen Kammerorchester Prenzlau und Monika Riedel am Continuo an und reichte über die gastgebende Kantorei und Jugendkantorei bis hin zu den meisten Solisten. Hier überzeugten die aus Rostock stammenden Maren Christina Roederer (Sopran) und Annerose Kleiminger (Alt) ebenso wie Jan Hübner (Tenor) aus Bremen und Dávid Csizmár (Bass) aus Berlin. Das Quartett brachte zwischen den Chorstücken auf sie abgestimmte Arien und Rezitative aus allen drei Teilen von Händels Werk zu Gehör. Denn weil das gesamte Oratorium weit über drei Stunden benötigt, beschränkte sich auch die Demminer Aufführung auf eine Auswahl. Wobei angesichts der Adventszeit der erste Teil im Mittelpunkt stand, widmet er sich doch den Verheißungen des Alten Testaments auf die Ankunft Jesu, endend mit der Geburt des Heilands und seiner Huldigung. In immer neuen biblischen Bildern der Königsherrschaft Jesu und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen ging es durch den zweiten Teil, gipfelnd in besagtem „Halleluja“-Chor. Der dritte Teil indes schlug den Bogen vom Glaubensbekenntnis des Hiob hin zum himmlischen Lobpreis-Chor der Engel vor Gottes Thron, einmündend in eine gewaltige „Amen“-Fuge. Neben den genauen Liedtexten konnten die Besucher auch solche Einzelheiten aus dem kleinen Begleitheft zum Adventskonzert erfahren, zusammengetragen vom in Demmin lebenden Pfarrer i.R. Klaus Vogt. Dazu zählte ebenso die Vorgeschichte des „Messias“, an deren Anfang so etwas wie ein Burnout des in Halle geborenen und 1712 nach London übergesiedelten Händels stand. Seelisch völlig am Boden, soll der Komponist im Sommer 1741 ein Paket mit Textblättern des ihm bekannten Dichters Charles Jennens in seiner Wohnung vorgefunden haben. Alles reine Bibelverse, allerdings wie zu einem großen Gemälde zusammengestellt. Einige der Worte hätten ihn so gerührt, heißt es in der Überlieferung, dass er begann, die ihn dazu erfüllenden Klänge sofort niederzuschreiben. Seite für Seite, fast drei Wochen lang tat er dies, fast ohne Schlaf, Essen und Trinken. Bis am 17. September vor ihm die fertige Partitur des „Messias“ lag. Uraufgeführt wurde sie dann zu Ostern 1742 in Dublin. Damals dürfte mindestens ein genau so großer Jubel wie nun am Sonnabend in Demmin zu registrieren gewesen sein. Einen wichtigen Unterschied zwischen Großbritannien und Deutschland gab es derweil in Sachen Körperhaltung beim Publikum zu beobachten, zumindest beim ersten Erklingen des „Halleluja“Chores. Weil dessen Pathos nämlich bei einer der ersten Aufführungen in London den König derart ergriff, dass sich der Monarch spontan erhob, folgte ihm der ganze Konzertsaal – ein noch heute übliches Verhalten auf der Insel. Darauf verwies denn am Sonnabend zum Schluss auch der hiesige Kantor Thomas Beck mit einem Augenzwinkern, bevor die „Halleluja“-Zugabe folgte. Aber da waren die Zuhörer ja ohnehin schon ergriffen aufgestanden – zum Jubeln. |
und so ging es dann los..
In Stralsund angekommen flitzten wir durch die Stadt, um einigermaßen pünktlich zum einsingen zu kommen. Natürlich kamen wir etwas zu spät und mussten uns durch das Orchester und die anderen
Sängern drängeln. Die Nikolai-Kirche ist schon ein seltsamer Raum zum singen. Das Orchester sitzt mitten unter den Zuschauern udn wir hatten schon Bedauern, um die Leute, die das "DIES IRAE"
"ertragen" mussten. Die Probe war schön und mit ein wenig Zurückhaltung sangen wir markante Passagen noch einmal durch. Um 16 Uhr gab es eine schöne Kaffeetafel im Rückraum der Kirche ..
Thomas Beck - Kantor aus Demmin-
Teilnehmerin am Workshop
In den letzten zwei Tagen hatten wir unsere
Konzerte in Güstrow und Demmin. Trotzdem bin ich jeden Tag gelaufen und ich habe auch auf meine Kalorien gachtet. (Was mit solchen Buffets manchmal sehr, sehr schwierig ist!) Aber gut durchgehalten
und schön abgenommen. Die 20 Kilo sind geknackt, dass heißt es ist ein Drittel weg. Bei Foodplaner haben die Mädles mal so vorher-Nachher-Bilder eingestellt und ich habe mich auch mal
drangemacht..
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