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30. Januar 2012 1 30 /01 /Januar /2012 10:14

Es ist kalt! Jedenfalls bei uns. Dieses nasse Schmuddelwetter wurde seit 4 Tagen von einer sibirischen Kälte abgelöst. Kalt, trocken, Sonne.. HIMMLISCH!Mich schreckt das nicht, besser als Regen. Also raus mit dem Hund, durch den Wald, windgeschützt unterschätze ich diese eiskalte Ostströmung, die man auch Frostwind nennt. Zurück über die Felder und der Hund jagt ein paar Rehen hinterher, die der Meinung sind, auch noch meinen letzten frisch gepflanzten Obstbaum annagen zu müssen. Der Wind pfeifft mir nett um die Ohren, es geht zurück über die Weide. Der noch vor ein paar Tagen nicht begehbare Boden ist nun bretthart gefroren, die hohen Maulwürfshügel, der schwarzen Erde, STEINHART! An Feldarbeit, oder Arbeit mit Beton ist nicht zu denken. Winterruhe. Nach einer guten Stunde bin ich wieder zu Hause. Eiskalte Wangen, gute Stimmung, riesen Hunger, Teedurst! Nur eines nicht! Gefrorene Ohren... denn am Wochenende habe ich mir eine MILKA-Mütze gestrickt. Geht nach diesem Link ratzfatz. Dicken Bommel drauf. Super schick. Fällt auf und macht Spaß. 100_4422.JPG

Sicher mag sich der Eine oder Andere mit dieser Mütze lächerlich vorkommen, aber damit habe ich ja nun meist kein Problem. 

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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 17:45

Manchmal bin ich etwas verpeilt, aber was mir nun passiert ist, ist so peinlich, aber gleichzeitig auch so lustig, dass ich es trotzdem schreiben werde.

Von meiner Lieblingsbremerin hatte ich bei ihrem letzten Besuch ein Arm voller Geschenke bekommen. Für Weihnachten meinte meine Liebe. Nun hatte ich auch gesagt, Nein! Es ist noch nicht Weihnachten, also packte ich die Kistchen,Tütchen, Briefe und und in eine kleine Kiste und stellte diese neben die anderen Geschenke ins Zimmer meines Sohnes. Weihnachten wurden die Geschenke unter den Weihnachtsbaum gestellt....Nur eben, diese Kiste nicht. Auf die Frage meiner Schwiegertochter... Wann wir diese Geschenke nehmen, meinte ich:" Später!" Und dann.... Ich vergaß sie!!!!!! Im Ernst!

Gestern war nun meine Schwiegertochter wieder in dem Zimmer und meinte... : "Wasmachst du eigentlich mit den Geschenken?" Und ich?????

Ja und da standen die, verpackt in eine schöne Kiste! PEINLICH... Aber nun hatten wir etwas auszupacken, ich freute mich wie blöd über die Geschenke..und gestern Abend wurde ich dann noch mit einem Kürbis (na mit einem Teilchen) beschenkt, sodass es gleich Kürbissuppe und Kürbiskuchen gibt. Ein paar davon wurden in den kleinsten Kuchenformen der Welt gebacken... und sind nun so...DSC00057.jpg

klein. Es passt genau ein Teelöffel voll Teig rein!

 

Ansonsten geht es mir heute ganz gut und nach einem Tee mit einer lieben Bekannten, gab es noch einen schönen Spaziergang durch den frostigen Tag.DSC00056.jpg

 

Alles wird gut. Unterschrift1-Kopie-1

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 15:42

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen und ich weiß auch noch, welches Nachthemd ich damals, vor 22 Jahren in dieser unsäglichen Nacht trug. Sie hatte mir ein paar Stunden vorher das erste Mal zugelächelt und es ist dieses unschuldige Lächeln, welches sich wie ein Mal in mich eingebrannt hatte. Die Ärzte hatten noch wenige Tage vorher gesagt, dass sie sich so gut gemacht hätte. Und dann, dann lag sie auf einmal tot in ihrem Bett.

Dieser Verlust meiner Tochter vor22 Jahren lähmt mich jedes Jahr mehr und jedes Jahr wird dieses unsägliche Schuldgefühl, dass ich doch als Mutter etwas hätte ändern, ahnen, tun müssen, größer und falle ungebremst, spätestestens nach den Weihnachtsfeiertagen in ein Loch. Ich bin dann unfähig einen längeren klaren, zusammenhängenden Gedanken zu fassen und diesen dann vielleicht auch noch ausführlich zu schreiben. Es geht nicht vorbei! Auch wenn man es sich so sehr wünscht und man betet, dass der Moment kommt, dass man daran nicht unablässig denken muss.

Vielleicht ist es deshalb ungleich schwerer, da meine beiden "Großen" so wunderbarg Menschen sind und ich eigentlich in diesem Duo den dritten Musketier vermisse. Aber ich weiß es nicht, es ist ja auch so, dass man nie weiß, was wäre wenn. Will ich auch gar nicht. Es tut nur so weh.

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2. Januar 2012 1 02 /01 /Januar /2012 19:05

2012

Bei uns läuft es ganz gut, die Schwiegertochter hat ihren ersten Arbeitstag in Deutschland mit Bauchweh, Kniezittern und viel Bammel absolviert und es lief.. So wohl ganz gut. Ich habe an sie den ganzen Tag gedacht und Däumchen gedrückt. Alles wird gut!

Meine Tochter scheint auch eine sehr günstige Perspektive nach dem Studium zu haben und wenn ich die Kinder alle unter Dach und Fach habe.. was soll mir dann noch passieren. Denn mir war und ist es doch am allerwichtigsten, dass die Brut glücklich und zufrieden in ihren Nestern sitzt.

Denn eigentlich haben wir Luxusprobleme. So richtig aufgefallen ist es mir, seit ich mich mehr auf Hochzeitsseiten rumgedrückt habe. Da ist es ein Drama, wenn die Farbe der Rose nicht 100% identisch zum Bändchen an der Unterwäsche ist. Ein Drama, Im Ernst! Solche, so genannte "First-World-Problems" (Erste Welt Probleme) sind verbreiteter, als man vermeindlich denkt.

Da regen sich Leute auf, dass es ihnen schlecht geht, weil sie zum Auto länger als 5 Minuten laufen müssen, dass das Schampoo für ihren Hund nun nicht mehr nach Maiglöckchen riecht, da der Hersteller die Rezeptur geändert hat, oder das die U.Bahn nur alle 5 Minuten fährt. (Für mich die unfassbarste Aussage war die, dass sich jemand darüber aufregte, dass der Internetfähige Kühlschrank nur eine Onlineverbindung zu Twitter aber nicht zu Facbook hätte! siehe link)  Was für Probleme müssen wir uns eigentlich noch schaffen.. einen Schritt zurück getreten und wir MÜSSEN zwangsläufig peinlich berührt werden, ob unserer Unverschämtheit. Wie schaffen wir nun, natürlich nur erst mal im Kleinen, die Kurve zu bekommen und uns wieder an die ganz wesentlichen Dingen zu erfreuen und wertzuschätzen? Wir müssen ja nicht in die Höhle ziehen und Kräuter aus dem Wald essen. Aber ein wenig mehr Realitätsnähe und ein wenig mehr Demut wäre uns sicher angemessen.

Auch dieser unmäßige Zwang zum Perfektionismus, steht einer gesunden Weltanschauung entgegen. Nicht dass dadurch irgendetwas besser werden würde, im Gegenteil. Wegen einer Banalität setzen wir Himmel und Hölle in Bewegung und erreichen etwas, was im Grunde NIEMAND realisiert ... und diese Antibelohnung macht uns noch verzweifelter in den Bemühungen. Und damit sitzt man in der Falle.

 

Heute fragte der Radiosender NDR 2 was wir uns wünschen. NICHTS...dachte ich.. und dann Gesundheit. Naja.. und das meine Kinder glücklich und zufrieden sind. Ein bisschen mehr.. Demut, und ein wenig mehr Geduld.. aber das wünsche ich mir ja schon seit Jahren.. das klappt manchmal und manchmal eben nicht. Vielleicht wünsche ich mir auch ein wenig Geduld von den Anderen meiner Person gegenüber.. aber auch das klappt manchmal und manchmal eben nicht. So ist das mit den Menschen wie mit den Leuten.

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31. Dezember 2011 6 31 /12 /Dezember /2011 14:01

Ich denken, dass fast Jeder schon einmal am 31.12. (oder ein paar Tage vorher) sich vorgenommen hat, dass im nächsten Jahr ALLES anders werden soll. Ziemlich schnell schränkt man das ALLES ein, und dann kommen die obligaten Sätze wie abnehmen, mehr Sport treiben, weniger arbeiten, mit dem Rauchen aufhören, öfter mal die Freunde anrufen und und und.. wobei das Ranking für 2011 so aussah..

1. Weniger Stress (59 Prozent)
2. Mehr Zeit für die Familie und Freunde (57 Prozent)
3. Mehr Bewegung und Sport (52 Prozent)
4. Mehr Zeit für sich selbst (49 Prozent)
5. Gesünder ernähren (44 Prozent)
6. Abnehmen (34 Prozent)
7. Sparsamer sein (32 Prozent)
8. Weniger fernsehen (18 Prozent)
9. Weniger Alkohol trinken (14 Prozent)
10. Rauchen aufgeben (12 Prozent)


Aus: http://www.aachener-zeitung.de/blogs/serendipity/index.php?/archives/2065-Frohes-neues-Jahr-Die-beliebtesten-guten-Vorsaetze-fuer-2011.html

Letztendlich bleiben spätestens ab Mitte Januar bei 97 Prozent nichts mehr davon übrig. In meiner Weihnachtspost habe ich die folgenden Zeilen geschrieben.-- und diese "gute Vorsätze und Wünsche" reichen aus um ein ganzes Leben zu füllen. Genießen wir also das hier und jetzt und achten ein wenig auf unseren Nachbarn-

 

 

 

Liebe Freunde, Familie, Bekannte, Verwandte,
Im Jahr 1883 schrieb ein Pfarrer in seiner Neujahrspredigt folgende Worte,
Herr, setze dem Überfluss Grenzen,
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
Aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
Und erinnere die Männer an ihr Erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
Und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
Und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.

Da wir diesen wirklich zeitlosen und wahren Worten nichts mehr hinzuzufügen haben, danken wir Euch allen dafür, dass es Euch gibt und das wir wieder ein Jahr miteinander verbringen durften. Sei es real oder nur in Gedanken.
Mögen viele Weitere folgen.
In Liebe und Freundschaft, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Frank und Stephanie Sieweke

 

feuerwerk_0008.gifhttp://www.gif-paradies.de/gemischtes/feuerwerk.html
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30. Dezember 2011 5 30 /12 /Dezember /2011 17:01

miteinander?

Geburtstag, Weihnachten, Hochzeitstag und die Endlosfeierei sind vorbei und ich bin froh drüber. Unsere Hochzeit vor sieben Jahren auf den 27.12. zu legen entpuppt sich immer mehr zu einem Fehler, da wir den eigentlichen Hochzeitstag immer nur abhaken.. nach dem Motto.. was müssten wir denn dieses Jahr machen... Haben wir gemacht.. Fertig! Das liegt in der Hauptsache an dem Umstand, dass wir eben sonst so eingespannt sind und es gar nicht genießen können. Und so fallen wir am 28.12. halb tot auf die Couch und stöhnen, weil auch noch Sylvester kommt. Könnte man nicht Weihnachten auf den 24.06. verschieben? Was meine Familie dann auch wirklich vorgeschlagen hat! SUPERIDEE!

Nächstes Jahr fahre ich nach.... Namibia?`Acapulco? Südostaustralien?? Keine Ahnung.. möglichst ohne Handy, Internet, Zug- Bus-Straßen-Flugzeugs- oder ähnliche Anbindung-.- (dafälllt mir spontan Sibirien ein!),da setze ich mich dann still in eine Ecke und warte, dass es vorbei ist. (Negative Einstellung.?? GANZ SICHER!)

Aber egal.. vorbei ist vorbei und alles war auch nicht so ganz dolle schrecklich-furchtbar-gruselig.-sondern es ist einfach zu viel und davon noch mal viel zu viel von Allem!

Gute Idee wäre vielleicht Weihnachten auf den 27.12.zu legen.. alle bringen ihre Reste an Geschenken, Essen, Trinken, guter Laune (bösartige Bloggerin!) und dann feiern wir eine Geburtstags (Schwiegermutter hat am 24.12.!!!)- Weihnachts-Hochzeitstagsfeier und alle dürfen kommen und alle sind von 3 Tagen Nichtstun erholt und entspannt.

Man wird sehen, aber am Ende werde ich dann wieder gefühlte Millionen Pralinen, Päckchen, Geschenkchen und Kärtchen basteln, schicken, bringen, holen. 10 Kilo zunehmen von besagten ..siehe oben... ;-)

 

Nun zum Titel!

O-Ton ICQ Talk mit meiner Tochter

 

Stephanie 16:55
mein mann ist ein held

Tochter 16:55

oh wieso?

Stephanie 16:55
nein
ah
oh

Stephanie 16:56
ich wollte dass er kartoffeln für dne kartoffelsalat aufsetzt
also
sage ich
kannst du mal kartoffeln in den topf machen
und ich warte und warte
dass es kocht
dann bin ich in die küche
da lagen dann 10 kartoffeln im topf
ohne salz
ohne wasseer
ohne angemacht

Tochter 16:57

was nen held

Stephanie 16:58
ja
finde ich auch
und weißt du was er darauf meinte
ich hätte keine klareren befehle gegeben

Tochter 16:59
was für ein vollei

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20. Dezember 2011 2 20 /12 /Dezember /2011 21:14

Wir finden keine Weihnachtsruhe. Mein Mann ist am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden und es geht ihm soweit ganz gut, wenn man davon absieht, dass er eben nur 10 Minuten etwas machen kann und dann erschöpft auf der Couch schläft. Außerdem nerve ich ihn. Was ich schrecklich finde und er sicher auch. Aber diese Weihnachtsvorzeit.. sprich Advent, stresst mich ungemein. Ich renne hin und her und ich mach und tu.. um alle glücklich zu machen. Und werde selber so unglücklich. Aber was solls.

AAm Samstag waren wir dann doch noch beim Bläserkonzert, aber wir hätten es auch sein lassen können, weil wir uns überhaupt nihct zurücklehnen konnten.

Am Sonntag waren wir dann in Deven beim Singegottesdienst und da las der Pfarrer die folgende Geschichte vor, die mich anrührte und zum weinen brachte.. Weil ich eben dieser schreckliche Mensch bin, der eigentlich den Sinn völlig verfehlt hat.

Was war das für ein Fest?

Der kleine Junge hockte auf dem Fußboden und kramte in einer alten Schachtel, aus der er einiges zutage förderte, ein paar Röllchen schmutzige Nähseide, ein verbogenes Wägelchen und einen silbernen Stern.

Was ist das? fragte er und hielt den Stern hoch in die Luft.

Die Küchenmaschinen surrten, der Fernsehapparat gab Männergeschrei und Schüsse von sich, vor dem großen Fenster bewegten sich die kleinen Stadthubschrauber vorsichtig auf und ab. Der Junge stand auf und ging unter die Neonröhre, um den Stern, der aus einer Art von Glaswolle bestand, genau zu betrachten.

Was ist das? Fragte er noch einmal. Entschuldige, sagte die Mutter am Telefon, das Kind plagt mich, ich rufe dich später noch einmal an. Damit legte sie den Hörer hin, schaute herüber und sagte: Das ist ein Stern. Sterne sind rund, sagte der kleine Junge.

Zeig mal, sagte die Mutter und nahm dem Jungen den Stern aus der Hand. Es ist ein Weihnachtsstern, sagte sie. Ein was? Fragte das Kind. Jetzt hab' ich es satt, schrie der Mann auf der Fernsehscheibe und warf seinen Revolver in den Spiegel, was beträchtlichen Lärm verursachte. Die Mutter drückte auf eine Taste, der Lärm hörte auf, und das Bild erlosch.

Etwas von früher, sagte sie in die Stille hinein. Von einem Fest. Was war das für ein Fest? Fragte der kleine Junge. Ein langweiliges, sagte die Mutter schnell. Die ganze Familie stand in der Wohnstube um einen Baum herum und sang Lieder, oder die Lieder kamen aus dem Fernsehen, und die ganze Familie hörte zu.

Wieso um einen Baum? sagte der kleine Junge, der wächst doch nicht im Zimmer. Doch, sagte die Mutter, das tat er, an einem bestimmten Tag im Jahr. Es war eine Tanne, die man mit brennenden Lichtern oder mit kleinen bunten Glühbirnen besteckte und an deren Zweige man bunte Kugeln und glitzernde Ketten hängte.

Das kann doch nicht wahr sein, sagte das Kind. Doch, sagte die Mutter, und an der Spitze des Baumes befestigte man den Stern. Er sollte an den Stern erinnern, dem die Hirten nachgingen, bis sie den kleinen Jesus in seiner Krippe fanden. Den kleinen Jesus, sagte das Kind aufgebracht, was soll denn das nun wieder sein?

Das erzähle ich dir ein andermal, sagte die Mutter, die sich an die alte Geschichte erinnerte, aber nicht genau. Der Junge wollte aber von den Hirten und der Krippe gar nichts hören. Er interessierte sich nur für den Baum, der im Zimmer wuchs und den man verrückterweise mit brennenden Lichtern oder mit kleinen Glühbirnen besteckt hatte. Das muß doch ein schönes Fest gewesen sein, sagte er nach einer Weile.

Nein, sagte die Mutter heftig. Es war langweilig. Alle hatten Angst davor und waren froh, wenn es vorüber war. Sie konnten den Tag nicht abwarten, an dem sie dem Weihnachtsbaum seinen Schmuck wieder abnehmen und ihn vor die Tür stellen konnten, dürr und nackt. Und damit streckte sie ihre Hand nach den Tasten des Fernsehapparates aus.

Jetzt kommen die Marspiloten, sagte sie. Ich will aber die Marspiloten nicht sehen, sagte der Junge. Ich will einen Baum, und ich will wissen, was mit dem kleinen Sowieso war. Es war, sagte die Mutter ganz unwillkürlich, zur Zeit des Kaisers Augustus, als alle Welt geschätzt wurde.

Aber dann erschrak sie und war wieder still. Sollte das alles noch einmal von vorne anfangen, zuerst die Hoffnung und die Liebe und dann die Gleichgültigkeit und die Angst? Zuerst die Freude und dann die Unfähigkeit, sich zu freuen, und das Sichloskaufen von der Schuld? Nein, dachte sie, ach nein.

Und damit öffnete sie den Deckel des Müllschluckers und gab ihrem Sohn den Stern in die Hand. Sieh einmal, sagte sie, wie alt er schon ist, wie unansehnlich und vergilbt. Du darfst ihn hinunterwerfen und aufpassen, wie lange du ihn noch siehst. Das Kind gab sich dem neuen Spiel mit Eifer hin.

Es warf den Stern in die Röhre und lachte, als er verschwand Aber als es draußen an der Wohnungstür geklingelt hatte und die Mutter hinausgegangen war und wiederkam, stand das Kind wie vorher über den Müllschlucker gebeugt. Ich sehe ihn immer noch, flüsterte es, er glitzert, er ist immer noch da.


Marie Luise Kaschnitz (1901 - 1974)

 

Wird alles gut?

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15. Dezember 2011 4 15 /12 /Dezember /2011 22:01

Adventskalender.

 

Die Woche schlaucht. Ganz früh raus, Tiere versorgen, Morgenrunde, ins Krankenhaus Frank besuchen, nach Hause, wieder Tiere versorgen, zu den Schwiegereltern. Am späten Nachmittag falle ich tot auf die Couch und bewege mich nur noch dazu den Katzen ihre Büchse aufzumachen. Alles was ich mir vorgenommen hatte bleibt liegen und mit ach und Krach schaffe ich den lieben Bremern eine Absagemailzu schreiben und ein paar Pralinen für eine liebe Bekannte zu machen, die sie sich so sehr gewünscht hat. Auf Weihnachten habe ich soviel Lust wie auf eine Wurzelbehandlung und ich merke, dass die Methode besonders früh die weihnachtsgeschenke zu besorgen auch nicht die Beste ist. Nun hat man Null Weihnachtsstimmung. Also habe ich einen umgedrehten Adventskalender .. um mich ein wenig zu motivieren.

Vor dem Konzert hatte ich ja die Eingangstür mit diesem Bäumchen und einer Girlande geschmückt.. und seitdem hänge ich jeden Tag was zusätzlich ran. Inzwischen ist das schon eine sehr sonderbare Mischung geworden und ich bin dann doch sehr gespannt, was daraus noch wird..aber das Lustigste an dem Weihnachtstor..ist, dass inzwischen ich von vielen Seiten eine Kleinigkeit bekomme, die ich da anhängen soll.. Also Engelchen, Schokoladenweihnachtsanhänger, Sternchen und und und.. Und ich hänge und hänge. Das ist inzwischen ein wunderbares Ritual geworden und ich bin gespannt, was Frank sagt, wenn er dann hoffentlich am Samstag nach Hause kommt.

Sonst? Nichts!

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12. Dezember 2011 1 12 /12 /Dezember /2011 15:49

So, es ist vollbracht!

Nachdem mein Mann sich ja nun echt zierte..und wir im Ernst gestern Abend darüber redeten, was alles zu tun sei, wenn er bei der Operation sterben würde. (Das war wirklich ganz ernsthaft und auch notwendig, wie wir dann merkten!) Fuhr ich den Helden heute Morgen um 7 Uhr ins Krankenhaus.

Er dachte vielleicht, dass das alles etwas ruhig angehen würde, aber  kaum hatte ich auf die Station gebracht, drückte man (nein Frau) ihm das unsägliche Nachthemdchen und die sexy Strümpfe in die Hand.

Und ich ließ es mir nicht nehmen auch davon ein Foto zu machen.. einfach, weil er so sexy aussieht! Mit seiner Erlaubnis könnt ihr ihn nun so sehen..

DSC00016-Kopie-1

 

Den Vormittag vertrödelte ich mit Warten und mit Babyschauen, da eine Bekannte am Wochenende Oma wurde. Herzlichen Glückwunsch von hier aus.

Am frühen Nachmittag fuhr ich dann ins Krankenhaus um zu schauen, ob alles ok sei. Noch ziemlich im Tran liegt der beste Mann der Welt in seinem Bettchen auf der Intensivstation und ist doch ziemlich erschöpft. Nach einem kurzen Besuch (er wollte schon wieder diskutieren!) ging es nach Hause, Gassi gehen, die Schwiegermutter informieren und nach den Schweinen schauen... Alles ist im grünen Bereich. Keine Anlässe für Klagen.

Alles wird gut!

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7. Dezember 2011 3 07 /12 /Dezember /2011 15:38

Meine Schwiegermutter hat Heilig Abend Geburtstag und wird auch noch 75 Jahre alt. Sie wünscht sich, dass wir alle mal da sein würden. Aber es scheint ein wenig schwierig zu sein uns alle unter einen Hut zu bringen. Und es ändert sich jeden Tag etwas. Für mich als Ultrakontrollzwanghafte ist das eine Qual. Den einen Tag sind es 18 zum Essen, am nächsten Tag 10. Mal Kaffee und Abendessen, dann nur Abendessen... Es nervt.

Mit Stand heute 12 Uhr soll es nun so sein, dass wir zum Kaffee 18 Personen sind und zum Abendessen dann 9. Wir werden sehen. Aber ich habe nun noch nach einem Nachtisch nachgesonnen und ich wollte so gerne ein Eis machen. Ähnlich dem, welches ich für die Kinder gemacht habe.. Das frostet gerade im TK und ich wollte, bevor ich es fotografiere und vor allem koste, einfach mal das Rezept einstellen. (Nachtrag ..sehr zu empfehlen!)

Also

Feines Weihnachtseis 100 4398

Zutaten

 

2 Eier trennen - Eiweiß steif schlagen Eigelb mit

80 gr. Puderzucker im Wasserbad aufschlagen, bis es weiß ist, runternehmen, weiterschlagen

80 ml Cookie Choco Sirup (gibt es bei Kaufland) dazu geben, schlagen bis es kalt ist

250 gr Marscarpone dazu Eischnee unterheben

4 Spekulatius zerbröseln und

40 gr. Schokolade raspeln unterheben.

 

Alles in eine Silikonmuffinform packen.. langt für 9 Eismuffins..

 

mal sehen, ob das was wird...

 

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