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27. Mai 2011 5 27 /05 /Mai /2011 17:34

wir haben nun einen KMD!

Einen was? einen Kirchenmusikdirektor.. als Kantor! Ah.. Oh?? Wie einen Neuen?

Nein einen Alten.. nein Unseren Alten... Lach

 

thomas.jpgDas gibt natürlich ein Kärtchen.

 

Noch ein wenig Lobhudelei? Auch wenn sie mehr als verdient ist! Alles wird gut lieber Thomas!

 

Demminer Kantor Thomas Beck wird Kirchenmusikdirektor

Greifswald (rn). Dem Demminer Kirchenmusiker Thomas Beck (41) wurde am Freitag (27.5.2011) von der Kirchenleitung der Pommerschen Evangelischen Kirche der Titel „Kirchenmusikdirektor“ verliehen.

Die Kirchenleitung würdigte damit die Leistungen von Thomas Beck auf kirchenmusikalischem Gebiet unter Berücksichtigung seiner Wirksamkeit als Kantor in Demmin, die erheblich über diesen Bereich hinausreicht. Unter der Leitung von Thomas Beck, der seit 15 Jahren an St. Bartholomaei in Demmin wirkt, „hat sich die Chorarbeit in allen Bereichen überragend entwickelt“, heißt es in der Begründung. Die Kantorei umfaßt zur Zeit über 100 Sängerinnen und Sänger und der Einzugsbereich reicht weit über den Kirchenkreis Demmin hinaus. Die Hansestadt Demmin sowie der Landkreis Demmin haben Kantor Beck und der Demminer Kantorei Kultur- und Förderpreise verliehen.

Thomas Beck wurde in Stralsund geboren und wuchs dort auf. Er studierte Kirchenmusik in Halberstadt und Greifswald, Orgel und Chorleitung mit A-Examen. In Demmin führte er mit der Kantorei große Chorwerke, etwa bei der Greifswalder Bachwoche, auf. Ehrenamtlich wirkt Beck als Kreiskantor für den Kirchenkreis Demmin und ist damit für den Erhalt und die Restaurierung von zahlreichen Orgeln zuständig. Außerdem ist Beck Vorsitzender des Kirchenmusikwerkes Mecklenburg-Vorpommern. Der neue Kirchenmusikdirektor hat auch einen Lehrauftrag am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

von Pfr. Rainer Neumann

 

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24. Mai 2011 2 24 /05 /Mai /2011 10:43

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Am Samstag ging es dann endlich nach Bremen. Ich hatte so ein Superbilliugfahrdochmalendlichwegticket bekommen, ließ somit das Auto da wo es am besten steht, nämlich zu Hause und stieg in den Zug. Mit nur einmal umsteigen und schneller als mit dem Auto waren das unschlagbare Argumente. Nach einer entspannten Fahrt kam ich gegen 15 Uhr an, wurde schon erwartet, liebevoll in Empfang genommen und in mein Asyl für die nächsten Tage kutschiert. Das Wetter war göttlich und nach Kuchen und sehr netten Gesprächen, kam dann meine liebe Almut und drückte und herzte mich. Am Abend wurde ich dann zu einem großartigen Essen mit Spiel und Lachen eingeladen. Das Restaurant und das Essen

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war super und am genialsten fand ich den Umstand, dass auf einmal ein kleines Würfelspiel herausgeholt wurde und wir würfelten neben Essen und Trinken.. Andere Länder andere Sitten ;-)

Untergebracht unter dem Dach mit allem Komfort, und den für mich ungewohnten Umstand, dass ich mal gar nichts denken brauchte, schlief ich wie ein Stein, wachte erst um kurz nach 7 Uhr morgens auf, schnappte mir den ortsansässigen Kleinsthund (Daisy, das Gänseblümchen die Süße!!!)

100_3921.JPGund stiefelte durch den wunderbaren Morgen. Das Viertel in dem meine lieben Bremer wohnen ist ruhig, idyllisch und norddeutschaufgeräumt.. was eben so ganz anders ist, als in Demmin, aber was es auch so lebenswert macht. Trotz naher Autobahn und Flughafen war es nicht nervig laut.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Vegesack. Vor vielen Jahrzehnten war ich da mal mit dem Kegelverein. Ich war noch ein kleines Mädchen. Vielleicht 9 oder 10. Ich hatte so eine Idee, wie es damals da aussah, aber ich erkannte NICHTS wieder. Trotzdem war es schön, besonders, da ich Almut und Ecki überzeugen konnte die Kinderrutschen runterzurutschen.. was mir tiefe Bewunderung der Tochter einbrachte.. Beweis?? Hier..

 

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100_3912.JPGNach dem Ausflug gab es leckeren Spargel mit Schinken, und nach einem kleinen Mittagsschlaf ging es dann zum Konzert. Es gab Schuberts As-Dur Messe und noch denn 144 Psalm von Mendelsohn-Bartholdy.

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Es wr großartig und auch wenn die liebe Almut nun wieder stöhnt, das sie sooooooooooo schlecht waren.. Nein, ich fand es großartig und ich hatte so oft eine dolle Gäsnehaut vor Begeisterung.

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Es war ein so schöner Abend, das Konzert, die Menschen, das anschließende gemeinsame Choressen, die freundliche Aufnahme durch die Chormitglieder. Es war wunderbar, .. (auch wenn der Begriff inflationär von mir verwendet wird!)

Am Montag früh wieder schön Frühstück, Spaziergang, und dann in die Stadt um doch noch ein wenig klassische Stadtrundgangstour durch Bremens Altstadt.100_3930.JPGBöttchergasse

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Ich wäre sicher an 90 % vorbeigegangen, wenn ich nicht so eine gute Führerin gehabt hätte.. so zeigte sie mir lauschige Gässchen und tolle Schnökeslädchen,

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die ich unbedingt noch mal mit Frank besuchen muss!

Leider war dann nur noch Zeit für einen riesigen Kaffee und dann war der schöne Urlaub schon wieder vorbei!

Es war sehr sehr sehr .. wunderschönbarphantastischerholsamgenialnuminosaußerirdischparadiesischelysischvollendetvortrefflichübernatürlichggöttlich, omnipotentmetaphysischbeglückendelysäischvollkommenbeseligend

Danke! Unterschrift1-Kopie-1

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24. Mai 2011 2 24 /05 /Mai /2011 10:23


Am Freitag hatte nun Monique Geburtstag und wir machten uns am späten Vormittag auf Warnemünde zu erkunden. Ein wenig waren die Götter gegen uns, nicht nur, dass es der regnerischste Tag der letzten Wochen, wenn nicht gar Monate war, so verfuhr ich mich auch .. obwohl das fast eine Kunst war. So tuckerten wir fast zwei Stunden in und um Rostock herum, kamen so gerade rechtzeitig zum Essen an.

Nach einer wunderbaren Scholle mit Bratkartoffeln, schipperten wir im Hafen rum,

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100_3872.JPGHotel Hohe Düne

bestiegen den Leuchtturm,

100_3882.JPGLeuchtturm innen

 

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Warnemünde von oben

 

schauten den Polospielern am Strand zu, hielten die Füße in die wirklich noch sehr kalte Ostsee.

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Tranken wunderbaren Kaffee und Sekt, Aßen ein Eis und Kuchen, fütterten die Spatzen

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und fühlten uns einfach nur sehr wohl.

Gegen 20 Uhr waren wir wieder zu Hause. Satt, voll von guter Ostseeluft, glücklich.. was will man mehr. Happy Birthday Monique. 100_3857.JPG

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19. Mai 2011 4 19 /05 /Mai /2011 19:47

 

Die liebe Monique hat nun gleich.. (also in vier Stunden) Geburtstag. Wir werden zusammen mit ihrer Mutti nach Warnemünde fahren und uns einen Frauenverwähnliegamstrandrumundtrinkesektauspappbechernbechern-Tag gönnen. Dazu habe ich ein Törtchen für sie gebacken.

Am Anfang sollte das so eine ganz einfache Sache werden,. artete dann aber in einer dreitagebackorgie aus..

Innen ist ein Schichtkuchen aus Schokoladenkuchen und Vanille. Dazwischen eine Lage selbstgemachter, aus eigenen Erdbeeren Softmarmelade (also pürriert!). Dann obendrauf (also Zwischenlage) Schokoganache aus schwedischer Milchschokolade udn Sahne(.. die Gute Schoki von DAIM!) Dann ganz obenauf eine Glasur aus Zartitterschoki..

Hat 10000000000000 Kalorien.. Aber egal.

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Dann habe ich noch eine Karte gebastelt.. die wird mit ihrem Geschenk versehen.. das ist ein wenig kompliziert zu beschreiben, aber ich habe da wieder mal einen sehr umständlichen Umweg  genommen.., Aber schick ist es gewordenl

 

geschenk.jpgDer Rahmen.. ist eigentlich ein Stück einer Tapetenbordüre, die ich umgefärbt habe und dann vercielfältigt, dann zusammengefügt, verzerrt udn und und habe.. das war eine Tagesbeschäftigung, aber ich mach das gerne..

Dahinter habe ich einen Aufkleber geklebt, den ich auch entworfen habe.. Den kann sie dann abmachen und auf ihr Auto kleben.. Oder wo sie will. Ich finde es schön und ich hoffe, dass es ihr auch gefällt. Sonst habe ich noch eine Überraschung und ich hoffe, dass sie sich freut.

 

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Published by Stephanie - in Backen
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8. Mai 2011 7 08 /05 /Mai /2011 09:59

Gestern Abend kam Monique um mit mir unseren Video-Lecker-Essen-Abend zu veranstalten. Da sie dieses Mal keinen Video mitbrachte, haben wir uns, unserer mickrigen Auswahl bedient und die Wahl fiel auf die "Dornenvögel". Vor gefühlten hundert Jahren gesehen und bei uns irgendwie vorhanden und schon sehr verstaubt, versprach er doch ein schönes Herz-Schmerz-Ah-Gefühl.

Um kurz nach 6 Uhr kam sie und erst mal wurden die Neuigkeiten aus Reise, Chor und Familie durchgesprochen. Nach 19 Uhr fingen wir dann an zu köcheln. Da sie sogut wie nie kocht, scheint sie das immer sehr zu genießen und so schnippelte sie ruhig, ganz wie es ihre Art ist die Paprikaschoten. Ich hatte mir so ein Indisches irgendwas ausgedacht. Dafür erhitzte ich ein wenig Chilliolivenöl (welches es umsonst dazu gibt, wenn man bei Aldi die Chillioliven kauft und möglichst sparsam verwendet werden sollte), briet eine Handvoll gehäckselte Frühlingszwiebel (inklusive Grün) an, dann eine geschnetzelte Hühnerbrust anbraten. Dazu kamen besagte Paprikaschoten, Champignons eine Packung Frischkäse, 4 Esslöffel Curry, kurz vor Schluss noch eine Handvoll frische Ananas und eine große Portion Mungosprossen. Dazu noch Naanbrot aus dem Ofen. Fläschchen spritzigen Hochzeitsweißwein.. Perfekt... Die erste Folge Dornenvögel, die uns in der Australien der 1920er Jahre entführte,mitgelitten und gelacht bis kurz nach 22 Uhr. Es toller Abend war zu Ende..Unterschrift1-Kopie-1

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6. Mai 2011 5 06 /05 /Mai /2011 16:22

Für meine Verhältnisse spät werde ich mich nun zu einem Thema äußern, welches seit Tagen in der Presse das Top-Thema ist. Es geht um die Ermordung Ossama Bin Ladens.

Gleich als ich es hörte hatte ich ein ungutes Gefühl. Es war so ein Kribbeln im Bauch, das mir sagte, dass irgendwas daran nicht stimmt. Mein Sohn rief auch gleich an und sagte:" Hast du dasvon Bin Laden gehört..?" Aber ich konnte nichts sagen. Das Erste was mir einfiel war, Obama muss seinen Friedensnobelpreis zurückgeben. Und das zu einer Zeit, als die westliche Welt noch jubelte. Aber ich denke, dass wir Christen sein wollen, dass unser fünftes Gebot heißt "Du sollst nicht töten!" Und trotzdem drücken wir der Welt unsere Wertevorstellung auf, ob die das wollen oder nicht. Es ist verkehrt!

Nun bewahrheitet sich mein ungutes Gefühl und es ist eine Hinrichtung, die die Amerikaner eigenmächtig und mit laufender Kamera vollzogen haben.

'Es ist nicht so, dass ich irgendetwas was Bin Laden getan hat gut heiße. Aber es wäre fair für die Opfer und die Welt gewesen, wenn es einen Prozess gegeben hätte. Die Opfer hätten fragen können warum und die Welt würde sich nicht zu tode spekulieren. Denn wie bei Vielem wird es dazu kommen, dass die Frage im Raum steht, Lebt er, oder lebt er nicht? Verschwörung oder nicht?

Es ist ein typisch westliches Machtgebaren, welches mir Übelkeit verursacht.

 

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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22. April 2011 5 22 /04 /April /2011 20:00

wie schwierig es ist ein Gutmensch zu sein.

 

Immer wenn ich in der Kirche das Vaterunser bete, stolper ich über diesen Satz. Er geht mir nur schwer über die Lippen und ich zweifel für einen Moment. Der nachfolgende Halbsatz " wie auch wir vergeben unseren Schuldigern..." der geht dann schon leichter.

Warum fällt es mir um so vieles leichter um Geduld und Barmherzigkeit für mein Gegenüber zu bitten, als für meine eigene Vergebung. Schon seit Jahren fühle ich das innere Flehen und spüre aber auch, dass ich mir selber niemals vergeben würde, für all das was ich in den Jahren so getan habe. Die kleinsten, kleinen oder auch massiven Verfehlungen, die sich mir eingebrannt haben. Die mich mit Scham, Angst und Verzweiflung bis in die Nächte verfolgen, die mich nicht schlafen lassen und mich immer wieder einholen.

Wann ist es genug gesühnt? Wann wird mir vergeben? Habe ich schon längst einen Frieden und höre die Worte nur nicht? Barmherzigkeit mir selber gegenüber werde ich wohl nie fühlen, weil ich mir selber gegenüber sicher härter urteile, als die Gesellschaft es vielleicht je tun wird.

Was ist also das Kernproblem? Ich will gut sein! Gut = heilig? sicher nicht! Aber gut! Gut... schon das Wort ist abwertend. Gut ist nicht perfekt.Gut ist.. NICHTS! Gut .. Mittelmaß, nicht erwähnenswert., gelangweilt.. eben ok! Des Wort gut hat in unserer Zeit der Superlative einen fast negativen Beigeschmack bekommen. Gut = nicht gut genug? Nein, es muss fantastisch, sensationell, grandios und ähnliches sein, und man zerbricht an der Aussage, das hast du aber gut gemacht... weil der Zweifel bleibt.

Es ist zum davon laufen. Zweifel über seine Schuld und nicht gut genug zu sein. Weil wir die eigentlichen Werte aus dem Blick verlieren.. man mus der Beste sein. Sucht aber Barmherzigkeit für den Anderen. Oder misst mit so hohen Werten, dass der Mensch das niemals erfüllen kann. Und so kann man sich auch seine Schuld nicht vergeben, Auch wenn man an einen barmherzigen Gott glaubt, was nützt das, wenn man sich selbst nicht vergibt?

Da zu sein für Andere, versuchensie glücklich zu machen, Wünsche und Bedürfnisse erfüllen, das ist nicht das Problem, sich darüber zu vergessen dann doch. Sich vermeindlich aufzuopfern und dabei dann doch unglücklich zu sein, kann nicht der Sinn des Lebens sein.. und trotzdem denke ich,,

Alles wird gut

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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22. April 2011 5 22 /04 /April /2011 11:53

ostern-Kopie.jpgNach einem wunderbaren Sonnenaufgang gegen 6 Uhr und einem noch schöneren Gottesdienst mit der Kantorei (wir sangen nochmals einige Choräle aus der Johannes-Passion) geht es wieder an die Arbeit. Frank fährt mit dem Hund Heu aus und ich kümmere mich um das Karfreitagsessen. Ansonsten werden wir ein sehr ruhiges Osterfest haben. Sonntag um  halb 6 Uhr gehen wir in den Frühgottesdienst und es wird an der Zeit die Felder fertig zu bestellen.

 

Ich wünsche allen ein geruhsames Osterfest.

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Published by Stephanie - in Alltagsgeschäft
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18. April 2011 1 18 /04 /April /2011 10:27

erzählt eine Geschichte!

 

Die letzten Tage waren so anstrengend, dass mir sowohl die Muße, als auch die Kraft fehlte auch nur etwas zu schreiben. Darum wird heute wohl etwas mehr zu berichten sein. (Auch wenn ich immer noch so müde und kraftlos bin.)

Neben dem normalen Alltagskram kam als Freude dazu, dass mein großes Kind sich mal wieder in unsere Gegend verirrte. Eigentlich war geplant, dass sie am vorletzten Samstag mit ihrem Studienkollegen kommen sollte, aber aus Studientechnischen Gründen klappte das so nicht. Nun kam sie alleine, wir kauften ein Video, leckeres vegetarisches Essen und machten uns an die Arbeit. Bzw. sie machte die arbeit und ich gab mehr oder weniger qualifizierte Kommentare und Ratschläge ab! Das Projekt hieß.. Wie bau ich einen Hühnerzaun in drei Jahren.. ach Nein.. in drei Stunden.. wobei die Projektvorbereitungen drei Jahre in Anspruch nahmen.. Das mag nun ein wenig verundern, darum hole ich etwas aus.

Meine Schwiegermutter hat seit Jahr und Tag Hühner. Diese liefen, seitdem ich hier wohne, immer auf einem etwas abgewrackten Areal rum,mit einem noch abgewrackteren Zaun. Irgendwann kamen dann mal ein paar Kamerunschafe dazu,die diesen Zaun als keine allzu große Hürde empfanden und die diesen zerlöcherten.. Nun gut, oder eben nicht, denn nicht nur die schafe hatten Freiheit... nein auch derFuchs.. denn nun hieß es bei uns All-you-can-eat.. und ein Huhn nach dem anderen verschwand. Das machte meine Schwiegermutter traurig und die hohlen und leeren Versprechungen ihrer Söhne, doch daran was zu ändern lösten sich schnell in Rauch auf. Mika und ich redeten und redeten.. und es gab angeblich immer irgendwelche Hindernisse.. erst musste der alte Zaun ab.. was natürlich heute und morgen und übermorgen und und und nicht so einfach möglich war. Nun machten wir uns Frauen dran den Zaun abzumontieren, was echt eine Schinderei ohnegleichen war.. Aber mit Hilfe von Nachbars Bolzenschneider, viel Wut im Bauch klappte es dann. Das war Ostern vor zwei Jahren!!!!

Nun sollte da ein neuer Zaun ran. Meine Schwiegermutter beschwerte sich bei MEINEM Vater!! und ich durfte mir nun monatelang immer wieder anhören.. was nun mit dem Zaun sei. Im Oktober sagte ich meinem Mann (also 2009!!!!) Wir schenken Mutter zu Weihnachten einen neuen Zaun und 10 Hühner samt Hahn.. und damit es eine Überraschung ist, bauen wir den Zaun ganz knapp vor Heiligabend den Zaun!!! Was für ein fataler Einfall, das wissen alle, die sich noch an das Wetter 2009/2010 erinnern! Es schneite seit 16.12. und taute erst wieder Mitte März! Na super. Nun hatten wir Hühner aber keinen Zaun.. Dann war wieder keine Zeit. Die Hühner rissen sich alle Federn raus, weil es ihnen zu dunkel und eng war. (Legten aber wie blöd Eier!) Damit sich das Drama nicht weiter verschlimmerte, setzten wir eine Freilaufhalle um, und so hatten die Hühner wenigstens 9m² Platz im Freien.. aber der Zaun kam immer noch nicht dran. So zog sich ein knappes weiteres Jahr hin.. bis eben letzte Woche. Da platzte mir der Kragen und ich sagte:" Dann machen Mika und ich das jetzt!" Mein Mann sah ungeahnte Probleme, aber dieses Mal ließ ich mich davon nicht einschüchtern, sondern wir machten uns ans Werk. Beton anmischen, zehn Pfeiler setzten,

Spanndraht ran.... Spanndraht??? Hatten wir echt nur 50 Meter für 60 Meter Zaun gekauft??? so hohl kann man doch nicht sein.. DOCH kann MANN! (mit zwei N)

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also Sonntag vergangene Woche grummelnd aufgehört Montag welchen gekauft, Dienstag angebaut und Samstag kam dann nochmal mein Kind und der Studiefutzi! undtataataaaaaaaaaa der Zaun ist da! und die Hühner freuen sich und ich mich und Schwiegermama... DREI JAHRE!

 

So, dass war die Zaungeschichte!

 

Kuchengeschichte.. Ich weiß die Überschrift ist anders, aber das eine (Konzert) gehört zum anderen (Kuchen). Also.. los.

Am Montag bat der liebe Thomas um ein Buffet für das Orchester und das doch jeder und jede...und ach bitte,bitte bringt doch was mit.. (Als ob wir irgendwann, irgendwen verhungern ließen! Die Buffets der Kantorei sind bei allen Orchestern berühmt und berüchtigt für die Mengen an Kalorien und Leckereien, die so aufgefahren werden.)

Nun bin ich ja so ein.. Alles muss einen Sinn haben..so dachte ich mal wieder und kam darauf, dass ich einen Johanni(e)s-Passion-Kuchen backen will. Ich hatte auch ziemlich schnell konkrete Vorstellungen, was manchmal etwas hinderlich ist.. weil eben manches nicht so wird.. Aber dazu später.

Nun gut ich hatte die Idee unten einen Mürbeteig, darauf einen Vanillepudding dann ein gelee aus schwarzen Johannisbeeren (eben der Johannes) und dann ein Gelee aus Passionsfrucht (eben die Passion) zu schichten. Hörte sich toll an.. dazu die Metapher.. knuspriger Boden (= wir beißen uns manchmal die Zähne aus) weicher Pudding (=die sanften Choräle) die sauren Früchte (= zwischendurch haben wir ganz schön gelitten) So in etwa.. Also machte ich mich Freitag ans Werk und war der Meinung, alles easy... NICHTS DA! Der erste Mürbeteig war noch ganz schick... ich füllte ihn in die Form, schichtete den Pudding rein, ab in den Ofen... nach 45 Minuten raus.. umdrehen.. super lauter Brösel.. ich schob die Bröselein wenig zusammen, in der Hoffnung, dass das alsKuchen durchgehen würde..ging natrülich überhaupt nicht.. aber ich hatte ja noch einen Mürbeteig da..im Kühlschrank.. alles super.. NICHTS war super..der Mürbeteig war von Anfang an Brösel! ich knetete und knetete (völlig verkehrt wie ich jetzt weiß!) aber ich war so traurig und es war so vernichtend, dass ich meine Mutter anrief und sagte..:"Wenn du mir was schenken willst, dann wünsche ich mir, dass  jetzt Johann Lafer da ist und mir einen Mürbeteig macht!" Meine Mutter lachte natürlich,schickte mir auch nicht den Johann, sondern gab mir den guten Rat nicht aufzugeben und dann war ich wieder mit meiner fixen Idee allein. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht irgendetwas daraus machen würde. Dann stopfte ich die Brösel in die kleine Form, wieder Pudding rauf und dann in den Ofen .. UND.. in der Form erkalten lassen. (Richtig kalt werden lassen!!!! AHHHHH!) Den verunglückten Kuchen, den ich dann für uns eingeplant hatte stellte ich in den Flur, Tür zu... Wir fahren zur Generalprobe... Der Hund bellt..ich meine noch.. wir sollten die Tür abschließen.. Ach was.. der Hund kann durch die Terrasse rein.. Ha! Wir kommen nach drei Stunden wieder..und der Kuchen war im HUND! Na super, mit Suppentopfandrohung schimpften wir den Hund aus und kosteten den nicht angefressenen Teil... Lecker! Die Idee ist super!

Am Samstag machte ich nach der erprobten Methode noch einen Kuchen (der Kleine für uns und noch einer für die Kantorei) Und NUN.. nun wollte ich ein Gelee machen.. da mein Kind keine Gelantine will nehme ich Agar.Agar... HA! Ich rühre und koche und mache.. NICHTS! Nur Soße.. Aber dieses Mal war ich gleich pfiffig und koche aus Johannisbeeren und passionsfruchtsaft ein klassisches Gelee mit Gelierzucker! Das war genial.. denn das andere war so sauer, dass der Kuchen gar nicht zu essen gewesen wäre.. SUPER. Fruchtig, sauer, sahnig, knusprig!!! Nur leider.. die Bilder, die ich gemacht hatte, habe ich Volltroll, gelöscht! (Nicht wundern, nur mit dem Kopf schütteln!)

 

So.. und dann war Sonntag. schon am Samstag kam die liebe Bremerin und kostete den Kuchen (war lecker) und wartete mit uns auf das Konzert.

 

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Sonntag.. früh raus, ich war nicht nervös, ich konnte nur mal wieder nicht schlafen. Aber um 5 Uhr bin ihc mit dem Hund raus, um 7 Uhr Frank wecken (er will noch auf den Acker) um halb 9 Uhr Frühstück machen für die Kinder und mich, Formel 1 schauen. (Vettel wird "nur" Zweiter) Alles ist gut. Um 12 Uhr zur Generalprobe. Die historischen Instrumente des Orchesters begeistern uns alle. ich habe einen schönen Platz in der ersten Reihe,weil ich mit meinem Fuß nicht auf die schmalen Stufen mag. Aber es ist gut so. Die Probe begeistert mich. Ich hatte ja immer so meine Problemchen mit diesem Werk, aber nun ist es einfach nur schön.Um halb drei nach Hause, Kaffee trinken, duschen,noch kurz aufs Bett... ein wenig ausruhen. Alles wird gut! gelassen ziehen wir uns an. Wir singen ganz in schwarz,nur die Frauen tragen die wunderschönen lila-silbernen Tücher. Es ist ein schöner Anblick. Ich fühle mich so wohl mit dem, was ich anhabe.. es kann nur gut werden.

Um kurz nach vier fahren wir los, wir gehen ins Gemeindehaus, Mika kauft sich ihre Karte. Einsingen. Dieser Moment ist der Beste vor jedem Konzert. Wir stehen völlig ungeordnet da,Thomas schafft es immer wieder, dass alle so da sind. Es ist eine kaum zu störende Anspannung da... dann singen wir den Choral Nummer 40  Durch dein Gefängnis, Gottes Sohn erschallt. Mit einer kurzen Bemerkung über die Bedeutung lässt Thomas uns den Choral nochmals singen.. Es ist unfassbar schön. Die Glocke beginnt zu läuten. Wir gehen langsam in die Kirche. ich bin die viertletzte, hole noch tief Luft, stelle mich hin. Die Solisten kommen, Thomas..die Glocke scheinte ewig zu klingen. Wir stehen in völliger Erstarrung da, schauen auf Thomas.. und warten! Nachdem er den Taktstock nimmt, schlagen wir unsere Noten auf. Zwei Stunden völliger Dramatik, Ergriffenheit, höchster Konzentration und Schwerstarbeit stehen vor uns. Als das erste Herr durch die Kirche erschallt, bekomme ich eine Gänsehaut.

herr.jpgWir singen so eindringlich wie ich uns noch nie gehört hatte.

 

 

Es war atemberaubend. Der erste Teil ist ruckzuck zu Ende. Aber wir haben noch das Meiste vor uns. Rezitative wechseln sich mit zornigen Einwürfen des Chores ab.. Die Arien erfordern auch von uns höchste Aufmerksamkeit damit wir beim nächsten Einsatz auch wieder präsent sind.. und dann kommt die Arie in der Jesus stirbt. Er sagt es ist vollbracht... diese Worte treffen mich wie eine Wucht. Ich stehe da und bin zutiefst erschüttert. Mit Mühe singe ich den nächsten Choral. Ich bin ergriffen wie nur nach dem Verdi Requiem.

Die letzten Chorstücke.. das "Ruht wohl", immer wieder Trost, singen wir etwas getragener als noch in der Generalprobe... Der Schlusschoral. Mit aller Inbrunst singen wir Ich will dich preisen ewiglich..

 

 

die Glocke ertönt,die Zuschauer stehen schweigend auf und erweisen uns und unserer Leistung so ihren Respekt. Thomas steht minutenlang ruhig da.. Leise gehen wir ab. Draußen fange ich vor Rührung an zu weinen. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Alles ist gut und nach kurzem Trost geht es mir auch wieder besser. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Danke an das Orchester, an dieSolisten, an unseren wunderbaren Chor und nicht zuletzt an Thomas, dass er so etwas möglich gemacht hat!

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Published by Stephanie - in Chor
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13. April 2011 3 13 /04 /April /2011 19:48

Schon lange bschäftigt mich diese Frage.. Nun nicht immer und jederzeit, aber eben immer wieder. Was muss passieren, dass Menschen etwas für Kunst erklären, es dann Millionen "wert " ist, oder eben dem Mainstream entspricht?

 

Nehmen wir einmal Bach. In der heutigen Zeit wird kaum jemand bestreiten, dass er ein Genie erster Güte ist, dass seine Werke anrühren und großartig erzählen, dass sie die tiefe Religiösität widerspiegeln. Aber es wird doch oft vergessen, dass Bach lange Zeit gar nicht gespielt wurde und erst nach Jahrzehnten wieder aufgeführt wurde. Das selbst sein Tod nur eine Randnotiz in der Geschichte war. Daraus ist zu schließen, dass es in der Zwischenzeit eben.. keine Kunst war?? Die Genialität der Werke soll nun abgesprochen werden und nur noch als eine Fleißaufgabe gewertet werden?

Wie war es denn mit van Gogh? Zu Lebzeiten verkannt?? Oder nicht wertgeschätzt ? Und dann auf einmal Millionen wert?

 

Fie Massenproduktionen eines Rembrandts oder Breugl? Von denen erwiesen scheint, dass sie ihre Lehrlinge und Werkstätten angewiesen haben das zu schaffen. Kunst? Massenproduktion? Würde Rembrandt jetzt auch mit Photoshop seine eigenen Bilder bearbeiten und so Masse und vielleicht auch Klasse produzieren?

Ich weiß es nicht.

Für mich selber ist Kunst das, was mich in seiner Komplexität begeistert und was ich mir selber niemals zutrauen würde. Darum bewundere ich Bildhauer sehr. Man nehme ein Stück Granit klopfe hier und da und fertig ist der Michelangelo.. UNFASSBAR!

Bachs Werke.. (oder eigentlich fast jeder Komponist!) Man schreibe da und dort eine Note hin und dann nochfürden Chor und noch für dir Tuba und und und..Und GENIAL!

Für mich ist es wohl eher die Kunstfertigkeit, als das eigentliche Werk, weilich das, wohl nicht genug schätzen kann.

 

Vor einigen Jahren waren wir in einer Kunstausstellung und hatten eine Führung. Das was die Erklärende sagte hat sich mir nicht erschlossen. Aber vielleicht bin auch zu zweifelnd. Auch im Studium glaubte ich selten das, was der Professor sagte, denn was soll ich greifbares finden an den (für mich aus der  Luft gegriffenen) Spekulationen, über die Gedankengänge eines vielleicht schon mehrere hundert Jahre toten Künstlers?

 

Sicher bin ich nur ein Kunstbanause, der den tieferen Sinn nicht sieht und wertschätzen kann, aber für mich ist Kunst dann, wenn es mich anspricht und berührt, begeistert und erfreut. Und dann braucht es auch nicht Millionen kosten!

 

Alles wird gut!

 

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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