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31. März 2010 3 31 /03 /März /2010 09:07

Seit Tagen bin ich am putzen, räumen und schrubben. Normalerweise stört es mich nicht, dass Ostern ist und ich putze da nicht mehr, als eben sonst. Aber dieses Jahr muss alles schön sein. Vielleicht macht das Wetter Lust auf saubermachen... auf jeden Fall bin ich im Räumrausch. Gestern Morgen sprangen wir schon zeitig aus den Federn, da ich aber so starke Kopfschmerzen hatte, wollte ich eigentlich nicht so viel machen. Wenn ich mir was vornehme, dann kommt es meist anders als ich denke. Ich wollte mir nur ein sauberes T-Shirt aus dem Schrank holen.... Mir fiel gleich die nächste Baustelle, mir im wahrsten Sinne des Wortes, vor die Füße..

 

AlsDSC00966o alles raus aus dem Schrank und erbarmungslos alles aussortiert, was mir nicht passt, mir nicht gefällt, oder was ich eben aus anderen Gründen nicht mehr anziehe... Vier größe Müllsäcke voll.. und ich fühlte mich wie befreit... Nun noch Betten gemacht und ich schnappe mir zwei Säcke und wackel mit dem Hund zum Altkleidercontainer... Das Wetter war bizarr.. ein Nebel hing über der Gegend.

Ich hatte noch eine Menge zu Hause zu tun, aber ich hatte auf einmal Lust ein wenig mehr zu walken. 

 

Ich ging gemächlich durch den Wald, genoss die Stille und die Einsamkeit... Besonders schön fand ich den Umstand, dass ich nicht erreichbar war.

Beim FDSC00969örster angekommen, wollte ich eigentlich die Standartrunde laufen. Aber ich hatte keine Meinung schon wieder nach Hause zu gehen, also bog ich, anstatt nach rechts, wie gewöhnlich, nach links ein.

Das Haus des Försters ist klein, schief und alt.. und ich liebe es! Es hat Charme und eben die exponierte Lage, dass er keine Nachbarn hat.

In den letzten Wochen wurde auch hier viel ausgeholzt und ich hatte ein wenig Mühe mich zu orientieren. Die Wege waren von schweren Geräten und den 'Wildschweinen zerwühlt. Ich suchte ein wenig und war dann der Meinung den richtigen Weg über das Bächlein zu finden. Aber als ich dann am Bach an kam,  war ich natürlich doch an der verkehrten Stelle. Ich stand nur kurz da,DSC00979 schaute, wie tief der Bach ist, zog mir die Schuhe und Strümpfe aus, warf diese und die Hundeleine über den Bach, krempelte mir die 3/4 Hosen höher und stieg die Böschung runter. Es kam, was ich eigentlich hätte erwarten müssen. Sicher war das Wasser nur in etwa kniehoch, aber der Untergrund war so instabil, dass ich bis zum Oberschenkel im Wasser steckte... Ich musste so laut lachen und ich fühlte mich so befreit.. Es war einfach genial. Der Hund wunderte sich indess nicht schlecht, was ich da machte.. aber als ich auf der anderen Seite die Böschung wieder hochkrabbelte, sprang sie mit einem Satz über das Bächlein.

Auf der anderen Seite ließ ich Schuhe, Schuhe sein und ging die letzten 3.5 Kilometer mit nackten Füßen nach Hause. Es war so ursprünglich und mir ging es so gut dabei. Seit Wochen fühlte ich mich nicht mehr so wohl.

Es ging um nichts anderes, als mein eigenes Wohlbefinden. Es ging nicht um eine sportliche Leistung, um ein Erfüllen von Erwartungen, oder um irgendein anderes zwanghaftes Verhalten.

 

Es war eben nur gut.

 

Als ich nach 1 1/2 Stunden zu Hause ankam hatte ich die Nerven mich meiner Arbeit zu widmen und alles fiel mir leicht und ging mir gut von der Hand. Gardinen waschen, Fensterputzen, das Abendessen vorbereiten, die Pläne der Schule digitalisieren... Alles war kein Problem..

 

Und da kam mir mein Lebensbibelspruch wieder in den Sinn.

 

 

 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.   2Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3würgen und heilen, brechen und bauen, 4weinen und lachen, klagen und tanzen, 5Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, 6suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, 7zerreißen und zunähen, schweigen und reden, 8lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit

Prediger 3

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Published by Stephanie - in Gedankensplitter
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  • Landschaftsarchitekturstudentin mit einem Hang zum Übergewicht!
 Aber jetzt wird alles besser! Ich laufe den Pfunden davon!
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