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1. November 2011 2 01 /11 /November /2011 11:25

Vor nun rund 500 Jahren hat Luther eine Bewegung ausgelöst, die die Menschheit entzweit, vereint, zu Kriegen und Frieden, zu Innovationen und Rückschritten, zum Handeln und Aussitzen bewegt hat.

Ich kann mir kaum eine noch dramatischere Veränderung von Gesellschaft vorstellen, wie sie die Reformation erreicht hat. Und so feiern wir den Reformationstag. Hier in Mecklenburg-Vorpommern kommt man in den Genuss eines freien Tages, den der Eine so und der Andere so verbringt. Ich war mit dem Hund unterwegs, habe Zubehör für die Weihnachtsdeko gesammelt und ein bisschen vor mich hingegammelt. Das war, nach der letzten Woche auch ganz gut so. Frische Luft, ein wenig Bedegung und viel Ruhe... Das war notwendig!

Abends ging ich dann in die Kirche. Zum Einen um dem Chor zu lauschen, zum Anderen um dem Halloweengeistern zu entkommen. Ich hatte schon den halben Samstag und dann den Rest am Montag damit verbracht kleine Tüten mit Naschereien zu füllen, wie ich es jedes Jahr mache. Ich bin immer am Zweifeln, ob dann 40 Tüten reichen, weil die Demminer Kinder irgendwie unberechenbar sind. Manchmal habe ich so viel übrig, dass ich es gleich als Adventskalender nehmen kann und andere Jahre verschenke ich noch Äpfel und Orangen. Also abwarten und Tee trinken. Die Ersten kamen schon um halb 5 Uhr .. da war es noch ganz hell und ich war etwas verwundert. Kurz vor halb 6 kam dann mein Mann und ich konnte beruhigt los fahren.

In der Kirche wurde noch geprobt, so ging ich noch ins Gemeindehaus, erfuhr einiges Unschönes und war dann sehr traurig, dass ich wieder nur zuhören, aber eben nicht aktiv helfen kann. (Von einer lieben Bekannten hat der Mann Darmkrebs und ist gerade das erste Mal operiert worden. Krankheit und Tod bestimmt dieses Jahr mein näheres und weiteres Umfeld!)

Umso mehr war ich erfreut, dass 1. das Konzert so gut besucht war, dass sogar noch Stühle in den Gang gestellt werden mussten und 2. so liebe Bekannte und Freunde da waren. So war unter Anderem die liebe Traudi da.. Da sehen wir uns ewig nicht und dann innerhalb von  vier Tagen zwei Mal. 100_4280.JPG

Die kleine Kantorei hatte ein sehr schönes Programm zusammengestellt, welches durch Rezitationen des Pfarrers begleitet wurde. So erzählte er die Geschichte von Luthers Hund. Und die geht wie folgt. Luther hatte einen Spitz, dieser durfte eben auch im Haus sein und bettelte bei tisch um eine Wurst. Darauf Luther:" Ach, könnte ich doch einmal so inbrünstig beten, wie der Hund diese Wurst will. So absolut, hingebungsvoll und einzig auf diesen Wunsch fokusiert." Tja, jeder der einen Hund hat, schmunzelt sicher jetzt und weiß, was Luther meinte. So war die Rezitationen manchmal besinnlich, manchmal traurig und manchmal humworvoll.

100_4283.JPG

Die Mischung stimmte. So war es auch mit den Musikstücken. Der Bogen spann sich von Heinrich Schütz's "Also hat Gott die Welt geliebt"

 

 

 

über Bachs " Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren", Medelsohns  "Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren!"

 

 

bis zum Rheinbergers "Bleib bei uns", welches den Abschluss bildete.

 

 

Ein herzlicher Applaus beendete das Konzert nach einer guten Stunde. Es war wunderschön!

Nach Hause gekommen und einen völlig erschöpften Mann vorgefunden.. der mich anweint, dass die Kinder alle SOOO böse sind und ihm kein noch so klitzekleines Stückchen Schokolade über gelassen hätten.. Es war dieses Mal eine Heuschreckenarmee über uns hergefallen und weder die Tütchen, noch das Geheimfach ist verschont geblieben.. Armer Mann!

 

Tja.. so war das am Reformationstag. Schade das es vorbei ist!

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  • Landschaftsarchitekturstudentin mit einem Hang zum Übergewicht!
 Aber jetzt wird alles besser! Ich laufe den Pfunden davon!
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